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Jahr für Jahr werden bei Arbeitseinsätzen abschnittsweise Unrat beseitigt und Rückschnitte im Hangbewuchs der Burg in Abstimmung mit den Fachbehörden vorgenommen.

Vieles achtlos weggeworfen

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg (m). Wind, Regen und Hagel trotzend, kämpften sich Mitglieder des Vorstandes des Gleibergvereins und Aktive des Bürgerprojekts Gleiberg mit ihren jeweiligen Vorsitzenden Andreas Kraft und Ralf Volgmann durch Gestrüpp, Astwerk und Unterholz. Und zwar vor allem im Bereich des historischen Aufgangs zur Burg am Südtor, um mit leichtem Gerät für Ordnung zu sorgen.

Das dabei die Hygieneregeln zur Corona-Pandemie ebenso eingehalten wurden wie die Vorschriften des Landschaftsschutzes, war selbstredend. So war das Ziel, mittel- bis langfristig einen freien Blick auf die Burg und von ihr ins weite Land zu erhalten - wie es einst für die Burgherren auch wichtig war, um Feinde rechtzeitig zu sehen - kein Spagat.

Abstimmung mit Fachbehörden

Es gehöre zur guten Gepflogenheit, solche Einsätze rechtzeitig vorher mit den zuständigen Fachbehörden abzustimmen. Bislang, so der 2. Vorsitzende des Gleibergvereins, Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt, hatte man diesbezüglich stets ein gutes Einvernehmen mit Stephan Stein, dem Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen.

Dessen für Wettenberg zuständiger Nachfolger Christian Jockenhövel vom Fachdienst »Naturschutz« des Kreisausschusses, hatte nach einem Ortstermin mit Dr. Jürgen Leib, dem Schriftführer des Gleibergvereins, und Schmidt grünes Licht gegeben, jedoch mit der Maßgabe, wegen der vorhandenen Frühjahrs-Geophyten, wie beispielsweise dem Gefingerten Lerchensporn als wichtige Hummel- und Bienenweide, sich schwerpunktmäßig auf die Beseitigung von Bauschutt sowie Müll- und Holzresten zu konzentrieren.

Da kam einiges zusammen an achtlos weggeworfenen Hinterlassenschaften. Säuberlich wurden die unschönen Funde in den bereitgestellten Container getrennt.

Zehn Helfer blickten nach knapp drei Stunden zufrieden auf ihren Frühjahrsputz, waren doch der Gesamteindruck am Südosthang nun verbessert und für die Entwicklung der natürlichen Bodenvegetation mit ihren Blütenteppichen gute Voraussetzungen geschaffen worden.

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