Vertrag ist unterschriftsreif

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909 000 Euro. Das ist der Preis, den die Gemeinde Heuchelheim für den Festplatz im Linn erzielen wird. Etwas mehr als 5000 Quadratmeter der rund 7000 Quadratmeter messenden Fläche gehen an das in Limburg ansässige Unternehmen ABID, das dort ein Altenpflegeheim mit rund 70 Pflege-Appartements sowie 44 Wohnungen zwischen 50 und mehr als 100 Quadratmetern für Betreutes Wohnen in zwei Gebäudekomplexen realisieren will. Hinzukommen Tagespflege, Kiosk, Café, Multifunktions- und Veranstaltungsräume, Tiefgarage, Küche und weitere Funktionsräume.

909 000 Euro. Das ist der Preis, den die Gemeinde Heuchelheim für den Festplatz im Linn erzielen wird. Etwas mehr als 5000 Quadratmeter der rund 7000 Quadratmeter messenden Fläche gehen an das in Limburg ansässige Unternehmen ABID, das dort ein Altenpflegeheim mit rund 70 Pflege-Appartements sowie 44 Wohnungen zwischen 50 und mehr als 100 Quadratmetern für Betreutes Wohnen in zwei Gebäudekomplexen realisieren will. Hinzukommen Tagespflege, Kiosk, Café, Multifunktions- und Veranstaltungsräume, Tiefgarage, Küche und weitere Funktionsräume.

2000 Quadratmeter der Fläche verbleiben im Eigentum der Gemeinde, sollen gleichwohl dem Alten- und Pflege-Objekt als Parkplatz dienen. Darauf haben sich Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) und ABID verständigt.

Warum? Das kleine Teilstück ist aufgefüllt, darunter schlummert eine alte Müllkippe. Ohne aufwendige Sanierung ist es jedenfalls nicht massiv überbaubar. Für einen Parkplatz reicht es jedoch aus. Diese Umplanung hat zur Folge, dass nun sechsgeschossig gebaut werden soll: Fünf Vollgeschosse plus ein Staffelgeschoss. Die Höhe orientiert sich damit an dem bislang höchsten Wohngebäude in der Gemeinde – dem gleich in der Nachbarschaft stehenden Mehrfamilienhaus der Nassauischen Heimstätte.

Entscheidung Anfang September

"Mit 180 Euro/Quadratmeter sei eine Schmerzgrenze für ABID erreicht", sagte der Erste Beigeordnete Dr. Manfred Ehlers (FW) in der Sitzung des Allgemeinen Fachausschusses am Donnerstag. Er sprach angesichts des Gesamterlöses von rund 900 000 Euro für die Gemeinde von "einer Größenordnung, mit der wir leben können".

Unzufriedenheit derweil bei der SPD, die den Investor dazu beglückwünscht, "ein Filetstück noch schön zugeschnitten bekommen" zu haben. Johannes Klameth sprach von einem "Preis weit unter Wert" mit Verweis auf Bodenrichtwerte von 220 Euro/Quadratmeter gleich nebenan sowie von privat an privat aufgerufene Quadratmeterpreise von bis zu 300 Euro.

Seitens des Rathauses argumentierte Ehlers beim Preis damit, dass man Pflegeplätze in der Gemeinde benötigt. Ergo sei es immer eine Abwägung.

Namens der Grünen sprach auch Stephan Henrich davon, dass die Gemeinde auf den Altlasten sitzen bleibe, nannte aber den Verkaufspreis unter dem Applaus der CDU im Ausschuss "angemessen".

Von der KWI war keinerlei Kritik am Preis mehr zu vernehmen. Die Wählerinitiative postulierte noch im Juli ausweislich ihrer Homepage, es gebe "keinen Grund, dem Investor einen Rabatt einzuräumen und den aktuellen Heuchelheimer Baulandpreis zu unterschreiten". Im Fachausschuss stimmten die Koalition und die KWI dem Verkauf zu. Die Grünen votierten dagegen, die SPD enthielt sich.

In der kommenden Woche berät der Finanzausschuss, am 4. September entscheidet die Gemeindevertretung.

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