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Zur Übung der Wettenberger Feuerwehren gehört es, eine Schlauchleitung vom Aussiedlerhof zum nächsten Hydranten zu legen. (pm)

Übung mit Hindernissen

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Wettenberg (pm). Eine besondere Objektübung mit Hindernissen absolvierte jetzt die Feuerwehr in Wettenberg. Geübt wurde von den Einsatzkräften an einem Aussiedlerhof am Gleiberg.

Neben dem abwehrenden Brandschutz und der allgemeinen Hilfe gehört auch die Einsatzplanung und Vorbereitung zu den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr, berichtet Sebastian Moos. Für besondere Objekte müssen von den Verantwortlichen Feuerwehreinsatzpläne erstellt und getestet werden. Ein solcher Test fand nun am Gleiberger Aussiedlerhof statt.

Mit dem Alarmstichwort F2Y - was so viel wie "Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr" bedeutet - wurden alle drei Einsatzabteilungen Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar sowie die Drehleiter aus Heuchelheim per Funk zum Übungsobjekt beordert. Der Aussiedlerhof liegt am steilen Westhang des Gleibergs und verfügt über keinen Anschluss an das Trinkwassernetz sowie lediglich über eine einzige steile und unbefestigte Zufahrt.

Mit diesen Voraussetzungen verfügt das Objekt über besondere Hindernisse, die für den Einsatzerfolg im Ernstfall von immenser Bedeutung sind.

Erkenntnisse fließen in Ausbildung

Während mit dem zuerst eintreffenden Tanklöschfahrzeug bei der Übung die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der brennenden Scheune eingeleitet wurde, erfolgte über die Drehleiter eine sogenannte Riegelstellung zum Wohnhaus. Eine Riegelstellung wird durch die Feuerwehr aufgebaut, um das Übergreifen eines Feuers auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich zu unterbinden.

Das Löschwasser wurde mittels einer tragbaren Pumpe aus einer Zisterne entnommen, die sich im Garten des Objektes befindet und nur fußläufig erreicht werden kann. Dies bildete ein Polster, bis durch den Gerätewagen eine Schlauchleitung zum nächsten Hydranten in der etwa 400 Meter entfernten Wohnbebauung Gleibergs aufgebaut war. Hierbei kamen die Einsatzabteilungen aus Krofdorf- Gleiberg und Launsbach zum Einsatz, während die Wißmarer Einsatzkräfte im weiteren Übungsverlauf die Menschenrettung unterstützten und die Kommunikation vom Einsatzleitwagen aus sicherstellten.

Die Übung lieferte wie gewünscht Erkenntnisse zum Objekt, berichtete Moos. Darüber hinaus wurden Erkenntnisse zur Strukturierung der Führungsebenen gewonnen, die in die Ausbildung einfließen werden. Ein besonderer Dank der Feuerwehrverantwortlichen galt den Eigentümern des Objektes, die die Übung vorbildlich unterstützt haben.

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