Tagsüber mehr Einsatzkräfte

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m). Wenig Grund zu klagen gibt es bei der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg, bilanzierte Wehrführer Timo Mühlheim im Rückblick auf das abgelaufene Jahr stolz in der Jahreshauptversammlung. Man blicke sehr positiv auf 2019 zurück. Die Zahl der aktiven Mitglieder sei trotz alters- und umzugsbedingter Austritte weiter angestiegen, und die Einsatz- und Leistungsfähigkeit werde aktuell von 35 Aktiven sichergestellt. Auch der Altersdurchschnitt habe gesenkt werden können und liege derzeit bei 31 Jahren.

Der Wehrführer führt diese hoffnungsvolle Entwicklung auch auf die Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen zurück. Hierdurch sei die Tagesverfügbarkeit in Krofdorf-Gleiberg kein Problem mehr, sagte Mühlheim und machte dies an einem Beispiel fest: Eine Auswahl zeitkritischer Einsätze habe gezeigt, dass auch werktags bis zu 15 Einsatzkräfte die gesetzliche Hilfsfrist einhalten konnten.

Wo Licht sei, sei auch Schatten, merkte der Einsatzleiter weiter an und skizzierte das Problem, dass der erfreulich hohen Zahl von Einsatzkräften die geringen Zahl von vier Pkw-Parkplätzen vor dem Feuerwehrgerätehaus gegenüberstünde. Dies mindere die Schlagkraft, weil die Parkplatzsuche zu Verzögerungen bei den Einsätzen führe. Auch im Spindraum werde es eng. Gravierender aber ist die Tatsache, dass durch geänderte Zulassungsvoraussetzungen für Lehrgänge des Landkreises Schwierigkeiten entstünden, die hohe Zahl an neuen aktiven Feuerwehrleuten zeitnah zu qualifizieren.

Zudem, so die Führungskräfte weiter, sehe man mittelfristig eine akute Gefahr darin, dass gut ausgebildete und vor allem junge Kräfte verloren gingen, da kaum noch Wohnraum zu erschwinglichen Preisen in Krofdorf-Gleiberg zur Verfügung stehe. Austritte wegen Weg- und Umzugs gebe es bereits. Bürgermeister Thomas Brunner sagte hierzu in der Vollversammlung, dass man seitens der Gemeinde die Problemlage mit der Parkplatznot und den anderen infrastrukturellen Engpässen erfasst habe und an Lösungen arbeite und auch das Thema "bezahlbarer Wohnraum" in der Kommunalpolitik angekommen sei.

An der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung nahm auch Gemeindebrand-inspektor Andreas Buhl teil. Er lobte die Zusammenarbeit aller drei Einsatzabteilungen der Ortsteilwehren. Der Bürgermeister und er würdigten das hohe Engagement aller Einsatzkräfte und ermunterten, hier nicht nachzulassen, und sicherten jedwede weitere Unterstützung zu.

Die Wahlen ergaben mit Daniel Armbruster einen zweiten Gerätewart und mit Marco Rotter und Daniel Schröder zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder der Einsatzabteilung im Feuerwehrausschuss.

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