SPD sieht Wißmarer See auf der Agenda der Politik

Wettenberg (pm). "Die Äußerungen der CDU-Fraktion zum Wißmarer See sind unehrlich und schaden der zukünftigen Entwicklung des Sees", reagiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Steckbauer auf Vorhaltungen der Union. Diese hatte dargelegt, es müsse dringend investiert und Strukturen überprüft werden, um das Freizeitareal zukunftsfähig zu machen.

"Herr Dr. Noeske solle doch bitte den Wettenberger Bürgern die Anträge der CDU-Fraktion aus den letzten zehn Jahren erläutern, mit denen eine Verbesserung des Seegeländes gefordert wurde und die anschließend von der SPD Ablehnung erfuhren", ärgert sich Sozialdemokrat Steckbauer. Man könne sich nicht an einen einzigen Antrag erinnern. Die CDU habe sich seit mehr als einem Jahrzehnt nicht für den See interessiert und lediglich in den Haushaltsdebatten nachgefragt, warum die Gemeinde Personal- und Sachausgaben für den See habe, obwohl er verpachtet sei. Erst als Bürgermeister Thomas Brunner die Fraktionen im Mai über den aktuellen Sachstand zur anstehenden Neuverpachtung des Seegeländes informiert hat, sei der See für die CDU wieder interessant geworden, mutmaßt Steckbauer. Brunner hatte informiert, dass es drei Interessenten für den Betrieb des Seegeländes gebe und diese Konzepte erarbeiteten, die anschließend den Gremien vorgestellt wer- den sollen. Des Weiteren habe Brunner die Fraktionen gebeten, eigene Vorschläge für die zukünftige Ausrichtung des Sees zu erarbeiten, wobei es ausdrücklich keine Denkverbote gibt.

Steckbauer: "Der Gemeindevorstand beschäftigt sich intensiv mit dem Thema, und so wundert es schon, dass die zwei CDU-Mitglieder des Gemeindevorstandes an der Ortsbegehung teilgenommen haben und scheinbar nichts zu den Überlegungen und dem Sachstand berichten konnten". Es sei ein Verdienst des Ehrenbürgermeisters Gerhard Schmidt, dass bereits vor Jahren der See im Flächennutzungsplan der Gemeinde habe abgesichert werden können. Mit den übergeordneten Fachbehörden, die solche Gelände in unmittelbarer Nähe der Lahn kritisch sehen, konnte immer ein gutes Einvernehmen erzielt werden.

"Investitionen kein Problem"

Steckbauer fordert die CDU auf, "dem Beispiel der SPD-Fraktion zu folgen und sich ernsthaft mit der Zukunft des wunderschönen Wißmarer Sees zu beschäftigen". "Polemische Äußerungen verschrecken Interessenten und verunsichern die treuen Dauercamper. Konzepte, die Lärm verursachen und die Familien vertreiben, gibt es nur in den Köpfen der CDU-Fraktion", so die Kritik des SPD-Vorsitzenden. Die SPD-Fraktion werde Sorge dafür tragen, dass der See Erholungssuchenden familienfreundlich und kostengünstig zur Verfügung stehe und Anlieger nicht zusätzlich belastet würden.

Ein Zeitverzug liegt nicht vor, der Fahrplan des Gemeindevorstandes stellt sicher, dass auch in der Saison 2014 der See den Gästen zur Verfügung steht. Dank der soliden Haushaltspolitik der SPD sei die Finanzierung notwendiger Investitionen in enger Absprache mit einem zukünftigen Betreiber kein Problem, meint Steckbauer. Zunächst muss jedoch Klarheit über die gewünschten Veränderungen und deren rechtliche Umsetzung bestehen. Hieran sollten wir gemeinsam arbeiten", bot er der CDU an.

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