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Die Verantwortlichen des Heimatvereins Zsámbék sehen die Gemeindepartnerschaft als Gegenpol zu nationalistischem Gedankengut.

Sichtbar Zeichen setzen

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Wettenberg (m). Thilo Hain bleibt Vorsitzender des Heimatvereins Zsámbék. Bei den Vorstandswahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung gaben ihm die Mitglieder wieder das Vertrauen. Ein Wechsel vollzog sich im Amt des Zweiten Vorsitzenden. Hier hatte Gerhard Schmidt ankündigt, sich zurückzuziehen. Johann-Gottfried Hecker wurde in der Heimatstube der alten Post zum Nachfolger gewählt.

Hecker war bisher Schriftführer. Diese Funktion übt nun Barbara Yeo-Emde aus. Wiederwahl hieß es für Bürgermeister Thomas Brunner, der als Kassierer ebenfalls dem geschäftsführenden Vorstand angehört. Robert Röhrsheim, Volker Wehrum, Ursula Hankowetz, Ludwig Hankowetz, Adelheid Hain, Dieterich Emde und Reinhard Bamberger bilden das Team der Beisitzer. Gerhard Schmidt wurde einstimmig zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt.

Schmidt sagte, die Turbulenzen auf dem internationalen und europäischen Parkett, ausgelöst "durch geistige Brandstifter mit ihrem nationalistischen Gedankengut und dem Machtgewinn von Populisten, die nur in den eigenen Grenzen denken", stellten eine große Herausforderung für die Gemeindepartnerschaften als Gegenpol dar. Auf kommunaler Ebene gelte es, sichtbar und wirkungsvoll Zeichen für ein friedliches und vereintes Europa zu setzen. Dies bedeute für die Partnerschaftsvereine eine neue Ausrichtung ihres Wirkens und Handelns, und zwar mit Blick auf die Gewinnung junger Menschen für den europäischen Gedanken. Für Wettenberg sei nach wie vor die Gesamtschule Gleiberger Land ein wichtiger und verlässlicher Partner, ebenso die Jugendfeuerwehren.

In seinem Geschäftsbericht ließ der Vorsitzende das Vereinsjahr Revue passieren und erwähnte hierbei den Schüleraustausch, den der Heimatverein finanziell unterstützt hatte. Für das Jahr 2020 zeichneten sich gute Ansätze zur weiteren Belebung und Stabilisierung der partnerschaftlichen Beziehungen ab. Thilo Hain bekräftigte in seinem Ausblick, den Schwerpunkt auf den Schüleraustausch und die Kooperation mit der Gleiberger-Land-Schule zu legen.

Herausragendes Ereignis im kommenden Jahr soll der vom 5. bis 14. August stattfindende internationale Jugendaustausch zwischen den Partnerkommunen aus Zsámbék, Tök, Sorgues und Grigny in Wettenberg werden. Die Europäische Union stellt dafür Fördergelder zur Verfügung, wenn der Austausch mit einer Projektarbeit verbunden ist. Gerhard Schmidt hat für den Förderantrag konzeptionelle Vorarbeit geleistet und angeregt, sich dem Thema "Umwelt und Naturschutz" zu widmen. Gespräche fanden mit Vertretern von Hessen Forst, Deutsch-Französischer-Gesellschaft, Feuerwehr und dem Kunst- und Kulturkreis statt.

Zu den Aktivitäten zählt auch wieder der Krämermarkt mit den ungarischen Gästen.

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