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Peter und Norbert Seidl betreuen die Kinder der Feuerwehrkameraden, während diese üben. FOTO: PM

Bis zu sechs Einsatzkräfte mehr

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Wettenberg(pm). Die deutliche Verjüngung der Einsatzabteilung Krofdorf-Gleiberg in der Feuerwehr Wettenberg bringt neue Herausforderungen mit sich. So ist Kinderbetreuung bei Ausbildungen und Einsätzen ein großes Thema, da viele junge Eltern zur Einsatz- abteilung gehören. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 30 Jahren. Daher wurde ein Projekt aus der Taufe gehoben, das die Einsatzbereitschaft der Aktiven erhöhen soll.

Dieser Tage fand erstmals eine Übung der Feuerwehrleute statt, bei der Kinderbetreuung angeboten wurde. Während die Eltern den "Einsatzplan Burg Gleiberg" testeten, nahm Johanna Arnold fünf Kinder in ihre Obhut. Sie ist pädagogisch qualifiziert und darüber hinaus Mitglied im Förder- verein der Feuerwehr.

Bäcker Seidl hilft

Dass die erste Kinderbetreuung zu einem besonderen Erlebnis werden konnte, ist der Bäckerei Seidl aus Krofdorf-Gleiberg zu verdanken. Seniorchef Norbert Seidl, selbst ehemaliger Feuerwehrmann, kennt das Thema nur zu gut; Tochter und Schwiegersohn sind aktive Feuerwehrmitglieder und Seidl Senior übernimmt oft die Betreuung der Enkel, um den Kindern den Dienst am Nächsten in der Feuerwehr zu ermöglichen. Er zeigte sich von dem Projekt begeistert und lud die Kinder in seine Backstube zum Pizzabacken ein, während es für ihre Eltern "Wasser marsch!" hieß.

Zum Abschluss holten die Kinder ihre Eltern auf dem Gleiberg ab und überraschten sie dort mit den selbst gebackenen Pizzen.

Weitere Termine für die Kinderbetreuung sind für das Jahr 2020 bereits in Planung und werden immer zu den Nachmittagsausbildungen der Tagesfeuerwehr angeboten. Mittelfristig ist geplant, die Betreuung auch auf Einsätze auszudehnen. Dann wird ein Mitglied der Einsatzabteilung im Feuerwehrhaus bleiben und auf die Kinder der Kameraden im Einsatz aufpassen. Ein entsprechender Bereich für die Kinder ist im Unterrichtsraum bereits eingerichtet. "Die Verantwortlichen versprechen sich, auf diese Weise in Spitzenzeiten bis zu sechs Aktive mehr mobilisieren zu können und somit die Einsatzbereitschaft erheblich zu verbessern", so Feuerwehrsprecher Sebastian Moos.

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