Schwalben gezählt

  • vonTim Mattern
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Wettenberg(tma). "Wir sind noch da", meldet der NABU Wettenberg. "Auch wenn wir im Frühjahr keine Veranstaltungen durchführen konnten - die Naturschutzarbeit lief weiter", informiert Vorsitzender Hans-Richard Wegener. So erfolgten neben den Nistkastenkontrollen und kleineren Arbeitseinsätzen auch wieder die Schwalbenzählung sowie die Kartierung der Haussperlinge. Der Jahresbericht 2019 im aktuellen "ZilpZalp 2020/1" ist an den Informationstafeln in den Gemarkungen Launsbach und Krofdorf-Gleiberg erhältlich. Standorte finden sich an der NABU-Hütte in Launsbach, im südwestlichen Launsbacher Wald, an der Hütte der Fotofreunde in der Kattenbach, am Parkplatz im Krofdorfer Forst, am Eisteich im Fohnbachtal und im Naturschutzgebiet "Holzwäldchen". Wegener wies auch auf das neue Buch "Schützenswerte Lebensräume in Wettenberg - eine Bilanz" hin, das bei ihm erhältlich sei.

Wegener gab die Ergebnisse der Schwalbenzählung bekannt. In Launsbach brüteten 95 Paare Mehlschwalbe, davon 44 im Schwalbenhaus. Dies stellt einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 89 Brutpaaren (BP) dar. In Krofdorf-Gleiberg unterdessen ein leichter Rückgang von 259 BP auf aktuell 238 BP. Davon brüteten 22 im Schwalbenhaus am Reitplatz und 61 BP im Schwalbenhaus Schieferstraße, wo bis Mitte September auch noch Beringungen stattfinden. Auch bei den in Ställen brütenden Rauchschwalben gab es in Launsbach einen positiven Trend von zehn auf 16 BP, während in Krofdorf mit 48 BP zwei weniger als im Vorjahr zu verzeichnen sind. In Launsbach wie in Krofdorf brüteten 16 BP Mauersegler, die ihr Brutgebiet jetzt bereits in Richtung Afrika verlassen haben.

Seit 1996 werden alle drei Jahre im Ortsbereich rings um die Turnhallenstraße die Brutpaare der Haussperlinge erfasst. Der Bestand ging aktuell von zuletzt 37 BP auf 30 zurück. Seit 2008 ist der Bestand in etwa stabil, allerdings auf einem Niveau das nur halb so hoch ist wie zu Beginn der Zählung.

Erfolgreich besiedelt sind die Artenschutzhäuser auf der Launsbacher Bürgerhauswiese und im Gewerbepark Nord. Beispielsweise die ersten Stare brüteten in den dortigen Nisthilfen. Ein weiteres Artenschutzhaus wurde unlängst an der katholischen Kirche Wißmar aufgestellt.

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