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Freie Fahrt für spielende Kinder im Gleiberger Ortskern - aber trotzdem ist Vorsicht geboten. Foto: m

Verkehrsberuhigt

Schrittgeschwindigkeit im Gleiberger Ortskern

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Wo bisher im Tempo 30 war, ist nun Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben, Fußgänger haben Vorrang. Doch es gibt noch eine weitere Stelle, die Sorgen bereitet.

Wettenberg - Der alte Ortskern Gleibergs, zwischen Süd- und Nordtor, ist nun ein verkehrsberuhigter Bereich. Die Beschilderung mit den entsprechenden Verkehrszeichen 325 "Beginn eines verkehrsberuhigten Bereichs", hat die Straßenverkehrsbehörde der Gemeinde Wettenberg vor einigen Tagen aufstellen und zeitgleich die bisherige Geschwindigkeitsregelung, die für die betroffenen Straßen Torstraße, Unter der Burg und Froschgasse eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorschrieb, entfernen lassen. Damit wurde schnell auf die Wünsche, insbesondere der Eltern mit kleinen Kindern, reagiert, die dort wohnen.

Es gab immer wieder Kritik über zu schnelles Fahren und auch 30 km/h war in bestimmten Situation gefährlich für Fußgänger, da es in dem genannten Bereich keine Gehwege gibt. Bürgermeister Thomas Brunner und Alexander Bath, Bereichsleiter Straßenverkehrsbehörde, trafen sich dieser Tage mit einigen der Eltern zu einer offiziellen Freigabe. Die entsprechende Beschilderung - im Volksmund gerne als "Spielstraße" bezeichnet - umfasst gleich mehrere Regelungen. Die wichtigsten ist, dass Kraftfahrer Schrittgeschwindigkeit fahren müssen (fünf bis sieben km/h) und Fußgänger die gesamte Straßenbreite nutzen dürfen.

Wettenberg: Querung bereitet noch Sorgen

"Wir sind dem Wunsch der Eltern gerne nachgekommen, sagte Brunner und blickte in diesem Zusammenhang auch noch einmal zurück auf das abgeschlossene und für den alten Gleiberger Ortskern erfolgreich verlaufende Landesprogramm der einfachen Stadterneuerung. Der Zuzug junger Familien habe gezeigt, dass dank finanzieller Mittel des Landes und auch der Kommune die Attraktivität Gleibergs als Wohnort erreicht und nunmehr auch verkehrssicherheitstechnisch eine Aufwertung und Verbesserung des Wohnumfeldes erzielt worden sei.

Bath, wies darauf hin, dass mit der neuen Regelung dennoch für alle Verkehrsteilnehmer die allgemeinen Grundregeln der ständigen Vorsicht und gegenseitigen Rücksicht gelten. Eltern sollten ihren Sprösslingen jetzt keine garantierte, absolute Sicherheit beim Spielen innerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs suggerieren, sondern sie stets immer wieder zur Wachsamkeit und Vorsicht anhalten. Was den Eltern jetzt noch Sorgen bereitet, ist die Querung der Burgstraße, wenn man den Spielplatz erreichen will. Auf der Burgstraße gilt Tempo 30. Daran würden sich aber die Wenigsten halten, so das Empfinden der Eltern.

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