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Die Verantwortlichen wollen sich um eine schnelle Sanierung einer Zwischenmauer auf Burg Gleiberg kümmern.

Schnelles Handeln vonnöten

  • VonVolker Mattern
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Wettenberg (m). Oft bleibt zwischen einzelnen Maßnahmen zum Erhalt einer Immobilie kaum Zeit zum Luftholen. So geht es jetzt wieder dem Gleibergverein, der seit 142 Jahren für den dauerhaften Erhalt der historischen Burganlage verantwortlich ist.

Noch in diesem Jahr wird eine zweite Baustelle aufgemacht werden müssen: Kürzlich war die Schlussabnahme der Sanierungsmaßnahme »Nördliche Schildmauer«. Bei dieser Gelegenheit nahm man auch die Schadstelle an der Zwischenmauer zum Merenberger Bau näher ins Visier. Die Rissbildung und die Ausbuchtung hatten sich erkennbar verschlechtert. Die Fachleute empfehlen eine kurzfristige Sanierung, möglichst noch vor dem Winter.

Der Bewilligung von Finanzmitteln geht voraus die denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Landkreis und Untere Denkmalschutzbehörde haben kurzfristig die Genehmigung für die notwendigen Bauarbeiten erteilt, so Landrätin Anita Schneider und Denkmalpflegerin Charlotte Bairstow von der Unteren Denkmalbehörde. Sie schätzen die Arbeit des Gleiberg-Vereins. Dieser leiste für das Kulturdenkmal Burg Gleiberg unschätzbare ehrenamtliche Arbeit, würdigte die Landrätin das Engagement.

Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung ist notwendig, um den Förderantrag zur Finanzierung beim Landesamt für Denkmalpflege zu stellen. Der Bewilligungsbescheid liegt seit wenigen Tagen vor. 30 000 Euro sind veranschlagt.

Bei den vorausgegangenen Maßnahmen gab es bei den Kosten immer ein Einvernehmen zu einer Kostenteilung zwischen Land, Gemeinde und Gleibergverein. Das ist auch diesmal wieder angestrebt. Neben dem 2. Vereinsvorsitzenden Gerhard Schmidt, Ehrenvorstandsmitglied Günter Feußner und Ralf Volgmann, Vorsitzender des Bürgerprojekts Gleiberg, war auch Bürgermeister Thomas Brunner dabei, als der Schaden an der Stützmauer der Giebelwand am Merenberger Bau inspiziert wurde. Alle Teilnehmer überzeugten sich von der Dringlichkeit der Reparatur, schnelles Handeln sei geboten.

Der Wunsch des Gleibergvereins nach einer Drittelregelung bei den Kosten sei nachvollziehbar, sagte Brunner. Er sicherte zu, die gemeindlichen Gremien um den Zuschuss von 10 000 Euro zu bitten.

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