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»Rand und Band« als Quelle der Inspiration

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Von: Volker Mattern

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Arbeit von Claudia Bourcarde. © Volker Mattern

Wettenberg (m). Der Blick über den Tellerrand weitet den Horizont. Das wissen auch die Mitglieder des Kunst- und Kulturkreises (KuKuK) Wettenberg). So lädt man immer mal wieder Gäste ein, die ebenfalls künstlerisch unterwegs sind und nicht dem KuKuK angehören. Einer solchen Einladung waren nun Claudia Bourcarde, Jola Mayerhofer, Rosemarie Fischer, Jörg Stoll und Matthias Wenger gefolgt.

Die Fünf gehören der Künstlergruppe »art4wetzlar« an und sind mit ihren Werken Teil der Ausstellung zum Thema »Rand und Band« in der Kunsthalle in Wißmar (bis 3. Oktober).

Begeisterung war spürbar bei der Vernissage. Einmal mehr reifte für beide Seiten die Erkenntnis: Wer den Rahmen des eigenen Schaffens verlässt, also gewohnte Grenzen überschreitet und sich außerhalb seines Rahmens bewegt, wird von neuen interessanten Einflüssen inspiriert.

Vielfältige Techniken

Ines Scheuermann erklärte in ihrer Begrüßung, die Redewendung »Rand und Band« sei auf unterschiedliche Art und Weise von solch großer Vielfalt gekennzeichnet, dass es auch künstlerisch nicht schwer sein würde, sich dem Freiraum von »Rand« und dem »Band« mit seiner individuellen, kreativen Schaffenskraft zu nähern. Die KuKuK-Vereinsmitglieder begegnen der Aufgabe mit unterschiedlicher Herangehensweise, präsentieren ihre Schöpfungen in unterschiedlichen Techniken.

Michael Ackermann zeigt Handdrucke. Prof. Johannes Eucker stellt Plastiken aus. Ursula Meyer zeigt, was im Hinblick auf Schmuck für »Bänder« und »Ränder« prädestiniert ist. Bianca Weber stellt unter anderem das Portrait einer Dame aus, die außer »Rand und Band« zu sein scheint. Wenn die Holzkugel im Holzteller von Dieter Weiß ihre Runden ähnlich einer Roulettekugel dreht, kann sie schnell über den Rand fliegen, sobald die Fliehkraft zu stark wird. Ilse-Marie Weiß zeigt mit ihrem von der Decke hängenden Rad aus bunten Bändern die Losgelöstheit von der Erde. Auch wenn die Unendlichkeit des Raums keine Bänder und Rahmen erkennen lässt, muss es eine große Ordnung geben, die dem System Halt und Beständigkeit gibt.

Jörg Stoll stellte die Künstlergruppe aus Wetzlar vor. Er selbst lässt sich in seinen Werken inspirieren von Empfindungen des Lebens, der Städte und Landschaften, die ihn umgeben. Claudia Bourcarde gibt ihren Gefühlen Ausdruck durch Farben, Formen und Materialien, die sie miteinander in ausgewogener, dynamischer Harmonie kombiniert und zum Klingen bringt.

Rosemarie Fischer sagt über sich als Künstlerin, dass ihre Bilder den Erfahrungsschatz einer Weltreisenden widerspiegeln. Matthias Wenger beschäftigt sich hauptsächlich mit Arbeiten in Acryl. Jola Mayerhofer widmet sich Menschen und Landschaften, sowohl in der Natur wie auch in der Architektur. FOTO: M

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