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Mit dem Einsatz von Holzerntemaschinen wird heutzutage versucht, Wirtschaftlichkeit und umweltschonendes Arbeiten verträglich zu gestalten.

Plädoyer für das »Holz von hier«

  • VonVolker Mattern
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Wettenberg (m). Holz, ein klimafreundlicher Rohstoff - egal, woher? Rund um das Holz- und Technikmuseum ist jedes Jahr an einem Sonntag im Frühling die sprichwörtliche Hölle los: Dann steigt der beliebte Dampf- und Gattertag mit Aktionen und Vorträgen zu den Themen Umwelt, Klima und Bildung. Doch pandemiebedingt musste diese Veranstaltung des regionalen Umweltbildungszentrums abermals ausfallen.

Stattdessen gab es eine digitale Vortragsveranstaltung in Kooperation mit der Initiative »Holz von Hier gGmbH« aus Bayern.

Umdenken durch Zertifizierung

Holz als erneuerbarer Rohstoff wird zunehmend beliebter bei Bauherren, Architekten und Klimaschützern. »Um unabsehbare ökologische Katastrophen, aber auch verheerende gesellschaftliche Folgekosten zu vermeiden, müssen wir die weitere Klimaerwärmung mit allen Mitteln bremsen. Hierbei hat Holz eine wichtige Funktion«, so Dr. Philipp Strohmeier, Biologe und Initiator von »Holz von Hier«. Er stellte in seinem Online-Vortrag heraus, dass ein Baum der Atmosphäre über die Blätter beim Wachsen Kohlendioxid (CO2) entzieht und es im Holz als Kohlenstoff speichert - das sind etwa 900 Kilo CO2 pro Kubikmeter Holz.

Wenn das Holz in langlebigen Produkten verarbeitet wird, stellt es neben dem Wald einen CO2-Speicher dar, zumindest so lange, wie es die Lebensdauer des Produktes ist. Wird Holz verbrannt, ersetzt es z. B. Erdöl. Idealerweise kann es recycelt und in anderen Produkten verarbeitet werden. Holz könne Rohstoffe ersetzen, die mit viel Energieaufwand und damit CO2-Ausstoß hergestellt werden, so der Experte. Holz gelte daher als ein Beitrag zum Klimaschutz per se. Aber man müsse genauer hinschauen. Während der Ernte des Holzes, des Transports und der Herstellung der Holzprodukte entstehen CO2-Emissionen. Holz sei also nur dann ein wirksamer CO2-Speicher, wenn einerseits im Wald, in dem es geerntet wurde, auch innerhalb von 100 Jahren wieder Bäume nachwachsen und andererseits die Emissionen bei der Herstellung möglichst niedrig sind.

Laut Strohmeier spielen die Transporte hier die ausschlaggebende Rolle. Holz sei zwar ein potenziell sehr regionaler Roh- und Werkstoff, allerdings seien heutzutage die Warenströme zunehmend global - das betreffe neben dem Tropenholz auch Holzarten, die beispielsweise in hiesigen Wäldern wachsen. Bei langen Transporten sei ein Großteil des CO2-Speichers durch CO2-Emissionen aufgezehrt.

Eine Lösungsmöglichkeit, so Strohmeier, sei die Zertifizierung von Holz aus der Region. So könne nachvollziehbar Holz mit geringen Entfernungen vom Wald über das Sägewerk bis zum Endverbraucher genutzt werden. Das Netzwerk des Klima- und Umweltzeichens, das im Aufbau ist, werde stetig erweitert. Das Label »Holz von Hier« biete ein einfach nutzbares Instrument an.

Den Vortrag gibt es auch unter www.holztechnikmuseum.de.

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