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Den US-Rockern mit ihren unverwechselbaren Kostümen und Schminkmasken verpflichtet: "Kiss forever"auf Burg Gleiberg.

Peitschender Sound in altem Gemäuer

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Wettenberg (vh). Am Mittwoch, so gegen 22.15 Uhr, musste eine Entscheidung her: Auf dem Innenhof von Burg Gleiberg war die Band "Kiss forever" aus der ungarischen Hauptstadt Budapest gerade beim Soundcheck. Hunderte Besucher erwarteten den Auftritt der Tribute-Band, die sich den bis in die 80er Jahre aktiven US-Hardrockern verpflichtet fühlt. Derweil zog am Himmel eine Schlechtwetterfront auf. Außerhalb des geschützten Burghofs wehte ein bedrohlicher Wind, es wurde immer dunkler. Um’s kurz zu machen: Das "Grollen" der Cover-Band übertönte schließlich alle Gewitterneigungen. Auch blieb es trocken.

Wie im Nachhinein zu erfahren, gab es jenseits der bekannten "Wetterscheide", dem Höhenzug zwischen Hangelstein und Streitkopf, konkret in Treis, sogar einen zehnminütigen heftigen Schauer mit Hagel - Gleiberg im Glück.

Die vier Jungs von "Kiss forever", geschminkt wie ihre Vorbilder, ließen sich von den Wetterunbilden ohnedies kein bisschen beeindrucken. Konzentrierten sich also auf harten Sound in authentischen Kostümen. Zum sympathischen Gesamteindruck lieferten sie stimmige Musik, kamen gut rüber und bei den Fans an. Wer mitten im Hof stand, wurde vom Sound durchgepeitscht.

Allerdings hätten bei den Headlinern von "Gleiberg rocks" - open Air 2019" wenigstens 100 Leute mehr in den Hof gepasst. Im hinteren Bereich war noch etwas Luft.

Die Festivalbegründer "Mother’s Milk" aus Gießen - eine Tribute-Band der "Red Hot Chili Peppers" - rockten den Mittelteil, während die Essener Jungs von "Snakebite" mit Vollgas als Opener gefielen. Der Gleiberg-Verein hatte die Schirmherrschaft übernommen. Ein Euro pro Ticket ging an ihn. Zusätzliche Spenden waren möglich. Veranstalter war Sabine Glinke (Wettenberg).

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