Noch attraktiver

  • vonVolker Mattern
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Wo’s dampft und zischt, wo dicke Stämme in gleichmäßig dicke Bretter gesägt und selbige gebohrt werden, wo es nach Holz riecht – da ist das Holz- und Technikmuseum (HTM). Der erste Dampf- und Gattertag in diesem Jahr stand unter dem Motto "Tag der Bildung für nachhaltige Entwicklung" und er zeigt durch das hohe Besucheraufkommen einmal mehr, dass die Einrichtung nichts an ihrer Attraktivität verloren hat.

Wo’s dampft und zischt, wo dicke Stämme in gleichmäßig dicke Bretter gesägt und selbige gebohrt werden, wo es nach Holz riecht – da ist das Holz- und Technikmuseum (HTM). Der erste Dampf- und Gattertag in diesem Jahr stand unter dem Motto "Tag der Bildung für nachhaltige Entwicklung" und er zeigt durch das hohe Besucheraufkommen einmal mehr, dass die Einrichtung nichts an ihrer Attraktivität verloren hat.

Im Gegenteil: Der junge Verein "Freundeskreis Holz und Technikmuseum", der erst im Januar seine Arbeit aufgenommen hat, bewies Elan und Talent, um mit einem vielschichtigen und abwechslungsreichen Programmangebot und mit Partnern viel Wissen zu vermitteln und gleichsam die Lust auf Spaß und Ausprobieren zu bedienen. In Kooperation mit der Gemeinde und HessenForst bietet das Museum als regionales Umweltbildungszentrum und zertifizierter außerschulischer Lernort sowie in seiner Funktion als Holzerlebnishaus Abwechslung und für jeden Besucher etwas. Vor allem junge Familien als Hauptzielgruppe waren auch gestern wieder gut aufgehoben. Das schlagende Herz des HTM ist die Dampfmaschine aus dem Jahr 1937 und das um zwölf Jahre jüngere Sägegatter.

Vorträge und Sonderausstellung

Wenn die Maschinen in Betrieb sind, machen nicht nur die jüngeren Besucher große Augen. In der Schreinereiabteilung rundeten Drechslervorführungen die Live-Vorführungen ab, und an der Hobelbank konnte man durch Ausprobieren erfahren, woher das Sprichwort kommt "Wo gehobelt wird, fallen Späne". Die Stadtwerke Gießen und die EAM informierten zu den Themen "Energie, Umwelt, Photovoltaik und Batteriespeicher", und wer offen war für nachhaltiges Denken und vor allem Handeln, konnte sich beim mittelhessischen Netzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung" noch weiter inspirieren lassen. Im Seminarraum gab es zwei Fachvorträge: Niklas Frank (EAM) referierte über "Photovoltaik und Batteriespeicher Zuhause" und anschließend sprach Prof. Holger Rohn (THM) über "Strategie für Klima- und Ressourcenschutz in Hessen".

Zu sehen war die Sonderausstellung "Holzbau Architektur". Mitarbeiter von HessenForst, allen voran die Waldpädagogin Rita Kotschenreuther, kümmerten sich vornehmlich um die jüngsten Gäste: Wald-Memory, Stockbrote am offenen Feuer oder Basteleien mit Naturstoffen und auch Ponyreiten fanden großen Anklang. Hunger und Durst brauchte ebenfalls kein Gast leiden. Das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Dieter Mülich und die Betriebsleiterin Marion Rentrop sah man mit zufriedenen Mienen. Darüberhinaus sorgte ein großer Helferkreis aus Ehrenamtlichen für einen reibungslosen Ablauf und Wohlfühlatmosphäre.

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