Nistkasten-Routen neu eingeteilt

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Zehn Kinder und Jugendliche nehmen durchschnittlich an den Aktionen der Naturschutzjugend des Naturschutzbundes (NABU) in Wettenberg teil. Über diese positive Entwicklung berichteten Anne Spitzner und Anne Kirch im Rahmen der Mitgliederversammlung. Zumeist finden die Aktionen dienstags statt, die Termine sind – wie auch alle anderen öffentlichen Termine sowie die Fachberichte – in der neuen Ausgabe des "ZilpZalp" aufgelistet. Das Publikationsorgan des Vereins wird im Internet bereitgestellt und kann künftig auch an den Info-Tafeln in der Gemarkung entnommen werden.

Zehn Kinder und Jugendliche nehmen durchschnittlich an den Aktionen der Naturschutzjugend des Naturschutzbundes (NABU) in Wettenberg teil. Über diese positive Entwicklung berichteten Anne Spitzner und Anne Kirch im Rahmen der Mitgliederversammlung. Zumeist finden die Aktionen dienstags statt, die Termine sind – wie auch alle anderen öffentlichen Termine sowie die Fachberichte – in der neuen Ausgabe des "ZilpZalp" aufgelistet. Das Publikationsorgan des Vereins wird im Internet bereitgestellt und kann künftig auch an den Info-Tafeln in der Gemarkung entnommen werden.

Rückblickend kamen weitere Themen in der Versammlung zur Sprache, durch die der zweite Vorsitzende Dietrich Schulze-Horn führte. So wurden etwa Neuerungen bei der Nistkasten-Kontrolle eingeleitet: Über den Winter wurden die Nistkasten-Routen neu eingeteilt, ab der kommenden Saison werden neue Betreuer eingearbeitet, weitere Interessierte sind willkommen.

Die Datensammlung bei den Amphibien am Weiher "Hirschsprung" wurde nach vier Jahren nun wieder beendet, man beschränkt sich auf die nächtliche Sperrung der Waldhausstraße während der Krötenwanderung. Seit 2015 war eine steigende Tendenz in der Population der Erdkröten festzustellen. Aus der Versammlung kam die Bitte, ob an der Landstraße zwischen Wißmar und Krofdorf wieder Amphibienschutzmaßnahmen installiert werden können. Da die Tiere dort aber in verschiedene Richtungen und zum Teil auf den Straßen wandern, zudem ein Krötenzaun eine Gefährdung für Radfahrer sein könne, sei die Situation dort sehr schwierig.

Vögeln fehlen Mäuse

Über durchwachsene Entwicklungen aus der Vogelwelt wurde ebenso berichtet: Aufgrund fehlender Mäuse brüteten wieder keine Schleiereulen in Launsbach und Krofdorf, beim Steinkauz war mit drei Paaren und je einem Jungvogel ein geringer Bruterfolg zu verzeichnen. Das Rebhuhn scheint auf niedrigem Niveau stabil. Unterdurchschnittlich sind auch die Brutvorkommen von Feldsperling und Trauerschnäpper. Der Brutbestand der Rauchschwalben wuchs nur in Krofdorf-Gleiberg, ansonsten waren Mehlschwalbe und Mauersegler auf Vorjahresniveau oder im Rückgang. Bei der Vogelberingung wurden rund 370 Vögel aus 24 Arten mit einer individuellen Markierung ausgestattet.

Im siebten Jahr werden aktuell Haarproben der Wildkatze gesammelt. Revierleiter Udo Steiger sagte, dass ein so langer Untersuchungszeitraum bisher einmalig sei. Klares Ziel: Zehn Jahre lang soll das Monitoring durchgeführt werden, für die genetische Analyse der Haarproben werden weiterhin noch Spender gesucht. Die bisherige Bilanz kann sich jedenfalls sehen lassen: Bislang sind für den Krofdorfer Forst 49 Individuen nachgewiesen, davon konnte eine Wildkatze schon seit 2013 nachgewiesen werden.

Sowohl für den NABU Wettenberg als auch den Verein zur Förderung des Natur- und Vogelschutzes Wettenberg, dessen Mitgliederversammlung kurz vorher tagte, gab zweite Kassierer Peter Pfaff den Kassenbericht. Geprüft hatten Hans-Werner Müller und Ingo Pfaff. Als neuer Kassenprüfer rückt Erich Lennackers nach.

Ausblickend wurde die geplante Mehrtagefahrt nach Norwegen im August erwähnt, bei der noch Plätze frei sind, außerdem die Neufassung des Buches "Schützenswerte Lebensräume in Wettenberg", die rechtzeitig zum Dorffest in Launsbach am 15. Juni erscheinen soll. Dreißig Jahre nach der ersten beispielgebenden Biotopkartierung wird damit eine Bilanz gezogen, wie und wo Naturschutzmaßnahmen gewirkt haben.

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