+

Neue Zeichnungen von alten Häusern

  • vonVolker Mattern
    schließen

Sein Blick wandert zwischen dem Zeichenblock, der auf seinen Beinen ruht und dem gegenüberliegend Wohnhaus: Auf einem kleinen Hocker im Ortskern von Gleiberg hat Christian Sämann Platz genommen.

Nur wenige Striche mit dem Bleistift bedurfte es, um beim Blick über die Schulter des Malers zu erkennen, dass mit diesem Malstil auf DIN-A3-Größe das Konterfei des markanten Häuschens auf Papier entsteht. Gut zwei Stunden hat er für sein neues Werk gebraucht, jedes Detail aufgenommen und fein nuanciert.

Der 76-jährige Künstler ist Maler und Grafiker und lehrte einst am Johanneumgymnasium in Herborn als Kunsterzieher. Seine Frau habe es "in Auftrag gegeben", schmunzelt er. Waltraud geb. Laucht ist Gleibergerin. Beide renovieren und restaurieren ein historisch bedeutsames Objekt, Unter der Burg 7. Es gehört der Ehefrau und dort wollen sie bald einziehen. Nach dem großen Brand 1721 wurde die Hofreite neu gebaut. 1811 als Torbau vom letzten gräflich nassauisch-weilburgischen Postboten, Friedrich Bender und dessen Frau Elisabethe errichtet. Das Anwesen hat als "Postberre Haus" (Postboten Haus) einen geschichts-trächtigen Namen. Christian Sämann lebt derzeit noch in Katzenfurt und hat schon viele historische Ecken und Winkel durch sein Hobby zu Papier gebracht. Nun kommen noch Gleiberger Motive dazu.m/FOTO: M

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare