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Die zweite Diffusionsschweißanlage am Hauptsitz in Krofdorf-Gleiberg präsentieren (v. l.) Dr. Udo Broich, Geschäftsführer PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Alfred Schopf, CEO der PVA TePla AG, Dr.-Ing. Jan Pfeiffer, Geschäftsführer PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH und Manfred Bender, CEO der PVA TePla AG.

Neue Anlage bereits ausgelastet

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Wettenberg (pm). Die PVA TePla Gruppe mit Hauptsitz im Westpark in Krofdorf-Gleiberg stärkt den Bereich Diffusionsschweißen. Weitere Investitionen in den Standort sollen folgen. Aufgrund des stark gestiegenen Interesses investierte die für die Prozesstechnik zuständige PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH in eine zweite große Diffusionsschweißanlage.

Die Anlage wurde jetzt in Betrieb genommen und ist bereits gut ausgelastet, teilte das Wettenberger Unternehmen mit.

In der Anlage werden unter anderem Bauteile für hochpräzise Optiken und Anlagen namhafter europäischer und amerikanischer Unternehmen im Bereich der Chipherstellung hergestellt. Darüber hinaus gehören zum aktuellen Kundenkreis Hersteller für die Infrastruktur der Elektromobilität (Hochleistungswärmetauscher für Wasserstoff) sowie Produzenten für den Kunststoffspritzguss.

Anwendung in Luft- und Raumfahrt

Neben Entwicklungsprojekten und kleineren Serien können so auch größere Aufträge erfüllt werden. »Es entsteht eine einzigartige industrielle Infrastruktur, welche weltweit ihresgleichen sucht«, heißt es in der Mitteilung des heimischen Unternehmens: Das »Kompetenzzentrum für Diffusionsschweißen«. Die Größe und die Möglichkeiten der beiden Anlagen sowie die nun verfügbare Kapazität spreche einen noch breiteren Kundenkreis an und eröffne zusätzliche Lösungen und Wachstumsmärkte.

Die PVA TePla Gruppe ist einer der führenden Hersteller von industriellen Diffusionsschweißanlagen. Neben der eigentlichen Anlagentechnik bietet ein Teil der Gruppe die Technologie als Dienstleistung an. Die enge Partnerschaft zwischen Anlagenbau und Anwendungstechnik ist laut Unternehmen »ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgsrezeptes«.

Seit dem Einstieg in diese zukunftsträchtige Technologie hat PVA anlagen- und prozesstechnisch enorme Fortschritte gemacht. So könnten Kunden aus allen Industriezweigen von der langjährigen Kompetenz profitieren und schnell Lösungen für anspruchsvollste Bauteile finden. Dies erleichtert den Einstieg in das besondere Verfahren.

Das Diffusionsschweißen ist ein Schweißverfahren, welches, obwohl mit langer Tradition, erst in jüngster Zeit eine rasante Entwicklung erfährt. Bei dem Verfahren entstehen ohne Zufügen von Zusatzstoffen und ohne die Werkstoffe aufzuschmelzen Verbindungen, die für das bloße Auge nicht erkennbar sind. Selbst unter starker Vergrößerung können Übergänge kaum wahrgenommen werden. Entsprechend einmalig seien die Eigenschaften diffusionsgeschweißter Bauteile - höchste besondere Festigkeiten, höchste Korrosionsresistenz und keine Querkontamination. Viele neue Anwendungen in der Energietechnik, dem Halbleiterbereich, dem Werkzeugbau sowie der Luft- und Raumfahrt machen sich dies immer mehr zunutze.

Dr. Jan Pfeiffer, Geschäftsführer der PVA Löt- und Werkstofftechnik, erklärt, »das Vertrauen in die Technologie und der Bedarf an dem Diffusionsschweißen steigt von Jahr zu Jahr. Wir gehen davon aus, dass in nicht allzu ferner Zukunft weitere Anlagen neben dieser ihren Platz finden werden«.

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