Exkursion

Mit dem NABU Wettenberg unterwegs zu "Flattertieren"

  • schließen

Wettenberg (tma). Das "eigentümliche Leben" einer "der merkwürdigsten Ordnungen unser Klasse" erkundeten nun rund 40 Kinder und Erwachsene: Der Naturschutzbund (NABU) Wettenberg hatte die "Gleiberger Fledermausnacht" in das Zeichen des Gleibergfestes mit Leben von "anno dazumal" gestellt. Start der Exkursion durch Dorf und Feld war am Tempelchen. Am Brunnen in der Torstraße begegnete die Gruppe dem Schriftsteller und Zoologen Alfred Brehm (dargestellt von Jens Kirch); er zitierte aus seinem "Illustrirten Thierleben" und gab den Wissensstand über "Flattertiere" aus der Zeit um 1860 wieder.

So glaubte man etwa, die kleinen im dichten Fell verborgenen Augen seien kaum zum Sehen geeignet. Denn auch mit zugeklebten Augen flogen die Fledermäuse "hierauf trotz ihrer Blindheit noch genauso geschickt im Zimmer umher wie sehend und verstanden es, meisterhaft allen möglichen Hindernissen auszuweichen." Die Echoortung der Fledermäuse über Rufe im Ultraschallbereich war damals noch nicht bekannt. Oliver Wegener und Tim Mattern erläuterten sowohl dem aus der Zeit gefallenen Zoologen als auch den Teilnehmern den heutigen Kenntnisstand. Der Körperbau der Fledermäuse, die ihre dünne Flughaut zwischen Zeige- und kleinem Finger aufspannen, wurde anhand von Fotos erklärt. An Gebäuden und Bäumen waren Beispiele für Fledermausquartiere zu sehen. Noch am hellen Abendhimmel zeigten sich Große Abendsegler und Zwergfledermäuse.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare