NABU Wettenberg startet Mauersegler-Aktion

Die Zähler des Naturschutzbundes (NABU) Wettenberg waren in Launsbach und Krofdorf-Gleiberg unterwegs, um die Brutpaare der Schwalben und Mauersegler zu erfassen. Im Rahmen der Schwalbenzählung hoben die Naturschützer die Sanierungsmaßnahmen am Forstamt Wettenberg als vorbildlich hervor: Der dortige Bestand der künstlichen Mehlschwalbennester wurde deutlich erweitert, zudem wurden Nisthilfen für Mauersegler und Fledermäuse angebracht. Der Einbau der Nisthilfen erfolgte zum Teil so unauffällig, dass die Einflüge nur bei genauerem Hinsehen erkennbar sind.

Die Zähler des Naturschutzbundes (NABU) Wettenberg waren in Launsbach und Krofdorf-Gleiberg unterwegs, um die Brutpaare der Schwalben und Mauersegler zu erfassen. Im Rahmen der Schwalbenzählung hoben die Naturschützer die Sanierungsmaßnahmen am Forstamt Wettenberg als vorbildlich hervor: Der dortige Bestand der künstlichen Mehlschwalbennester wurde deutlich erweitert, zudem wurden Nisthilfen für Mauersegler und Fledermäuse angebracht. Der Einbau der Nisthilfen erfolgte zum Teil so unauffällig, dass die Einflüge nur bei genauerem Hinsehen erkennbar sind.

"Das Forstamt Wettenberg geht hier mit gutem Beispiel voran", lobte der Vorsitzende Hans-Richard Wegener. Von Anfang an waren die Fachkenntnisse des Naturschutzbundes bei der Haussanierung gefragt. "Genauso gilt unser Dank aber auch allen anderen Hausbesitzern, die Schwalben, Mauerseglern, Fledermäusen oder anderen geschützten Tierarten unter ihrem Dach eine Nistgelegenheit gewähren."

Höchster Stand seit 1999

In Krofdorf-Gleiberg wurde mit 54 Brutpaaren ein Höchststand bei den Rauchschwalben seit 1999 festgestellt. "Wir nähern uns dem Brutbestand, den wir einmalig 1983 festgestellt hatten", erklärte Reinhold Stork. Damals waren es 62 Brutpaare. Schwerpunktvorkommen der Rauchschwalbe sind nach wie vor die Stallhalle des Reit- und Fahrvereins sowie der Stall des Aussiedlerhofes am Heeggraben. Allein dort brüten 26 beziehungsweise 13 Rauchschwalbenpaare ihre Jungen aus. In Launsbach ging der Brutbestand allerdings von 13 auf nur 5 Paare zurück.

Bei der Mehlschwalbe, die am Äußeren von Gebäuden unter der Dachtraufe nistet, wurde mit 245 belegten Nestern genau der Vorjahreswert in Krofdorf-Gleiberg ermittelt. Davon brüten 58 Paare im Schwalbenhaus in der Schieferstraße und 26 im Schwalbenhaus an der Reithalle. Auch in Launsbach keine Steigerung, der Bestand ging von 79 auf 64 Brutpaare zurück, davon 30 im Schwalbenhaus. An den Schwalbenhäusern in beiden Orten beginnt in Kürze die Beringung der Mehlschwalben.

Die Vogelschützer kontrollierten auch die bekannten Brutplätze der Mauersegler. Diese nisten in Nischen und Höhlungen unterm Dach oder in Mauern. "Soweit es feststellbar war, gehen wir von mindestens 16 Brutpaaren in Krofdorf aus", so Stork.

In Launsbach wird der Seglerbestand schon länger konsequent erfasst. Dieses Jahr wurden 15 Brutpaare festgestellt, eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Wer Interesse hat, an seinem Gebäude Nisthilfen für Mauersegler anbringen zu lassen, kann sich bei Hans-Richard Wegener, Telefon 06 41/98 03 36, melden. Der Verein plant, Nistkästen zur Verfügung zu stellen und per Hubwagen an den Häusern fachgerecht anzubringen. Weiterhin gilt das Angebot, dass der Naturschutzbund auf Wunsch künstliche Schwalbennester und Kotbretter anbringt.

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