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Spendenübergabe am neuen Jumelage-Banner der Sorgueser mit Bürgermeister Thierry Lagneau (2. v. l.), Comité-Präsidentin Marie-Dominique Rampal, Stadtrat Cyrille Gaillard (rechts) und den »C’est pour toi«-Verantwortlichen Eric Murzilli et Houssain Nakraoui.

Mit Provencalen in Kontakt bleiben

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Wettenberg (pm). Covid-19 und die dazu erlassenen Restriktionen schränken auch das Miteinander in den kommunalen Partnerschaften ein. Daher bemühen sich die Wettenberger Deutschfranzosen anderweitig um Kontaktpflege mit den Jumelage-Verantwortlichen in Sorgues in der Provence und Grigny bei Lyon. Unter anderem ließen sie unlängst an den Verein »C’est pour toi« in Sorgues, der sich um behinderte Kinder und deren Familien kümmert, eine Zuwendung weiterreichen.

2020 hatten sich die Aufwendungen zur Partnerschaftspflege in Grenzen gehalten: Teilnahme am Jahresempfang von Bürgermeister Thierry Lagneau im Januar und im Sommer noch ein Gesprächswochenende zum Verabreden der nächsten Etappen bis zum 50-Jährigen mit Sorgues 2022 - viel mehr war nicht gewesen in Zeiten der Pandemie. Daher hatte der Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft im Herbst beschlossen, gemeinnützige Einrichtungen in beiden Partnerstädten zu unterstützen. Frei nach dem Motto: Wir stehen einander bei, bleiben in Kontakt, um bei nächster Gelegenheit weiter zu bauen am Haus Europa.

Mit Cyrille Gaillard, dem für Partnerschaftsangelegenheiten verantwortlichen Stadtrat in Sorgues, und Marie-Dominique Rampal, Präsidentin des Comité de Jumelage, hatte man mit dem Verein »C’est pour toi« als Ziel eine 300-Euro-Zuwendung vereinbart. Der Verein agiert seit mehr als zehn Jahren als Spendensammler bei karitativ angelegten Gemeinschafts- und Sportveranstaltungen, darunter Bouleturniere, Familienfeste und Tanzabende. Mit dem Geld werden behinderte Kinder und deren Familien unterstützt. Zum Mitfinanzieren therapeutischer Maßnahmen oder einfach nur zum Erfüllen eines besonderen Wunsches.

Bürgermeister Lagneau war sehr stolz, mit Gaillard und Rampal diesen Scheck überreichen zu können. Empfänger waren die »C’est pour toi«-Akteure Eric Murzilli et Houssain Nakraoui, von denen einer selbst ein behindertes Kind hat.

Lose und Shirts für den guten Zweck

Im September, während eines festlichen Sporttages im Badaffier-Stadion wird der Verein das 2021 mit einer Zuwendung zu bedenkende Kind vorstellen. Im November folgt ein Festabend mit Schecküberreichung. Zwischenzeitlich verkauft man für den guten Zweck T-Shirts mit Auftdruck, Tassen und Tombola-Lose. »Wenn ihr die Gelegenheit habt, zu einer dieser Veranstaltungen zu kommen, werden wir uns sehr über Eure Beteiligung freuen«, hieß es im Dankschreiben aus Sorgues, das den Wettenbergern dieser Tage zuging. Murzilli und Nakraoui waren übrigens in ihren jungen Jahren mit den Fußballern von Espérance Sorgues in Wettenberg.

Rampal hatte die Wettenberg-Grüße und die Begründung für die Soli-Zuwendung übermittelt: »Wir stehen einander in Europa zur Seite. Wir sind seit fast 50 Jahren Freunde, die aus der Vergangenheit gelernt haben und gemeinsam die Zukunft gestalten.« Überhaupt das Grundsätzliche: Comité und Stadt präsentierten bei dieser Gelegenheit ein neues Jumelage-Banner, das künftig bei Veranstaltungen die Bedeutung der Beziehung zwischen beiden Kommunen unterstreichen soll: »Mehr als nur ein Austausch, (es ist) die Geschichte einer Freundschaft!«, ist darauf zu lesen.

Einen Durchbruch erzielten das Comité de Jumelage und die Wettenberger Deutschfranzosen beim Bemühen um eine eigene Rubrik in der Fotogalerie »Sorgues Retro« auf www.sorgues.fr , der Stadt-Homepage. Gaillard sammelt die Fotos und Beschreibungen, damit sie alsbald online gehen und damit ein fast 50-jähriges Kapitel Stadtgeschichte zu dokumentieren. Die DFG ihrerseits wird die Bildreihe samt Link auf »Sorgues Retro« ebenfalls ins Netz stellen. Die Abwicklung einer Zuwendung an Grigny bei Lyon ist eben im Gang. Zu berichten ist darüber nach dem nächsten Video-Dialog mit den Grignerots. Ziel hier ist eine Unterstützung des Comité de Jumelage bei der Entwicklungsarbeit in Koupela/Burkina Faso.

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