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Millionen-Investition im Untergrund

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Von: Klaus Waldschmidt

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Blick in das Innere des Regenrückhaltebeckens. © Klaus Waldschmidt

Wettenberg (ws). Mit der technischen Abnahme der Spüleinrichtung ging jetzt das neue Regenüberlaufbecken am Wißmarer Bürgerhaus offiziell in Betrieb. Das neue Becken dient dazu, bei starkem Regen das Wasser zurückzuhalten und erst nach und nach in das Kanalnetz abzugeben.

Weitere Becken

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Das Becken unter dem Parkplatz am Bürgerhaus ist Teil eines mehrstufigen Hochwasserschutzkonzepts für Wißmar. »Die Kosten für das Becken lagen bei 1,3 Millionen Euro«, erläuterte der kaufmännische Leiter der Gemeindewerke, Ralf Schmitz, im Beisein von Kai Mandler (Bauamt) und Bürgermeister Marc Nees. Ein neuer Kanal wurde In der Wiese/Katzensprung gebaut. »Wißmar liegt am Hang. Das gesamte Regenwasser wird Richtung Lahn abgeführt«, so Ralf Schmitz weiter. Weitere Regenrückhaltebecken werden am Lohrbach, am Grubenberg im Erlental und am Gierndbach/Rainweg geschaffen. Dort soll bei Starkregen Wasser gesammelt und dosiert ans Kanalnetz abgegeben werden, bevor es unkontrolliert die Ortslage erreicht.

Die millionenschweren Investitionen in ein besseres Kanalnetz in Wißmar, im besonderen in den niedriger gelegenen Teilen des Dorfes, laufen seit knapp drei Jahren. Ende Mai 2018 waren Teile des Dorfes nach einem Starkregen von Hochwasser und überfluteten Kellern massiv betroffen.

Bürgermeister Marc Nees zeigte sich zwar über die Fertigstellung des Staubeckens m Bürgerhaus erfreut, bedauerte aber wie schon sein Amtsvorgänger Thomas Brunner, dass die Kommune beim Hochwasserschutz nicht so schnell vorankommt wie notwendig. So zieht sich etwa die Prüfung der Niederschlagsmengenberechnungen hin.

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