Mehr als Alkohol und Zigaretten

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Wettenberg (pm). Wie viele Raucher gibt es in Deutschland? Was ist der Unterschied zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten? Wie entwickelt sich eine Abhängigkeit? Antworten auf diese und weitere Fragen erarbeiten sich Jugendliche beim Mitmachparcours zum Thema Suchtprävention, der jetzt an der Gesamtschule Gleiberger Land angeboten wurde. Schüler der sechsten Klasse informierten sich über das Thema Sucht und Suchtprävention und erfuhren, wo Betroffene Hilfe und Beratung bekommen können.

An verschiedenen Stationen wie dem Alkoholquiz, einem Zahlenzuordnungsspiel, der Erforschung des Suchtprozesses oder dem Suchtsack lernten die Jugendlichen, wie viele verschiedene Arten von Sucht es gibt und wie man diese verhindern kann. So finden sich im Suchtsack nicht nur Hinweise auf Alkohol- oder Tabakabhängigkeit, sondern auch auf Sucht nach Tabletten, Süßigkeiten, Computerspiele oder auch Zwangshandlungen wie Putzen oder Händewaschen. Als Ansprechpartner standen an allen Stationen Moderatoren zur Seite.

"Ziel der vielfältigen Mitmachübungen ist es, die Jugendlichen für das Thema Sucht zu sensibilisieren, sie dazu zu ermutigen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und ihnen zu zeigen, wie sie sich schützen können", sagte Nora Schmidt, Koordinatorin des Mitmachparcours. Auch Schulleiter Gabriel Verhoff ist von dem Angebot überzeugt: Seit vielen Jahren sei das Angebot "ein wichtiger und effektiver Baustein unserer umfangreichen schulischen Suchtpräventionsarbeit".

Der Parcours wurde federführend von der Jugendförderung des Landkreises Gießen und in Zusammenarbeit mit den Kommunen, die im Kommunalkonzept Suchtprävention mitwirken, sowie der Fachstelle Suchtprävention des Suchthilfezentrums Gießen entwickelt. An der Umsetzung des Parcours beteiligten sich unter anderem Matthias Marx von der Fachstelle Suchtprävention, Beata Dudek von der Jugendpflege Biebertal, Rolf-Martin Barth von der Jugendpflege Heuchelheim, Claudia Kopsch als Sozialarbeiterin an Schulen, Andrea Best und Thomas Meisterknecht von der Gesamtschule Gleiberger Land sowie Nora Schmidt von der Jugendförderung des Landkreises.

Der Mitmachparcours ist nur ein Baustein der bestehenden Präventionsarbeit im vielfältigen Angebot der Kreis-Jugendförderung. Die Mitarbeiter der Jugendförderung sind für viele Zielgruppen Ansprechpartner, wenn es um Prävention geht. Am 19. November werden Schüler an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar an dem Parcours teilnehmen. Der Jugend- und Gesundheitsdezernent des Landkreises Hans-Peter Stock rät allen Schulen, das Angebot der Jugendförderung zu nutzen. Interessierte können sich bei Thomas Graf - Präventiver Jugendschutz - melden, Telefon: 06 41/93 90-93 91, E-Mail: thomas.graf@lkgi.de.

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