Andreas Kraft, Gerhard Schmidt und Jürgen Leib (v. l.) vor der nördlichen Schildmauer, deren Renovierung nach gutachterlicher Schätzung 235 000 Euro kostet. FOTO: M
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Andreas Kraft, Gerhard Schmidt und Jürgen Leib (v. l.) vor der nördlichen Schildmauer, deren Renovierung nach gutachterlicher Schätzung 235 000 Euro kostet. FOTO: M

Mauer muss für 235 000 Euro saniert werden

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m). Die Burg Gleiberg ist seit 1879 Eigentum des Gleiberg-Vereins. Seit der Eigentumsübertragung kümmert sich der Verein um die Erhaltung des bekannten Wahrzeichens und beliebten Ausflugszieles. Kümmern ist hier mit einer großen Bürde verbunden und bedeutet, Jahr für Jahr mehr oder weniger große Geldsummen zu akquirieren, um die vielfältigen, größeren und kleineren Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie Reparaturen an der alten Festungsanlage, inklusive des Gastronomiebereiches finanzieren zu können.

Allein zwischen 1950 und 2018 wurden über sechs Millionen Euro Vereinsmittel und Zuschüsse in die Sanierung der Ober- und Unterburg sowie in die Modernisierung der Burggastronomie investiert. Das Ensemble ist in einem Top-Zustand.

Anträge für Zuschüsse gestellt

Vor der Brust hat der Burgeigner erneut ein Großprojekt: Die Finanzierung der Sanierungsmaßnahme der nördlichen Schildmauer oberhalb des Parkplatzes im Burginnenhof sowie der Mauer zwischen Albertusgiebel und Philips-turm.

In der Mitgliederversammlung des Gleiberg-Vereins informierte Vorsitzender Andreas Kraft die Anwesenden im Rittersaal. Die geschätzten Kosten liegen bei etwa 235 000 Euro, Anträge auf Förderung seien gestellt und man hoffe, in diesem Jahr noch ausschreiben zu können, hieß es. Ausschreibung und Baubegleitung werden darüber hinaus nochmals rund 30 000 Euro kosten. Diese Ausgaben sind allerdings nicht förderfähig. Für das Gutachten wurden bereits 15 000 Euro verausgabt. 2021 ist dann die Durchführung der Arbeiten vorgesehen. Zur Vorgeschichte: Gewerbekletterer hatten ihm Rahmen der routinemäßigen Untersuchungen ein Schadensbild im Bereich der Mauerkrone der Schildmauer festgestellt, von wo aus sich über gut einen halben Meter Breite durch eingedrungenes Wasser und Frost, Steine gelockert haben. Zudem sind weitere Risse im Mauerwerk zu erkennen. Die Fugen der gesamten Mauerfläche von rund 250 Quadratmeter sollen zudem erneuert werden.

Nicht ganz so umfangreich sind die durchzuführenden Arbeiten an der Mauer zwischen Albertusgiebel und Philipsturm. Andreas Kraft und der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Schmidt wiesen darauf hin, dass für die Maßnahmen bereits die denkmalschutzrechtliche Genehmigung durch die Kreisdenkmalbehörde erteilt wurde.

Als Eigentümer der Burg obliegt dem Gleiberg Verein auch die Verkehrssicherungspflicht, und das heißt, der Schutz der Gäste und Besucher der Burg und diese Pflicht ist letztlich mit ein wichtiger Grund für die Unterhaltungsmaßnahmen.

Wie Schriftführer Dr. Jürgen Leib in Vertretung des Schatzmeisters, Karlfried Philipp. ergänzte, stehen weitere Arbeiten an: Den Erfordernissen und Auflagen des Brandschutzes muss Rechnung getragen werden und auch eine Sanierung der Toiletten und des Abwasserkanals ist, neben weiteren kleineren, laufenden Maßnahmen, zeitnah zu bewerkstelligen.

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