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Der Masseur und der markante Wirt

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Wer erinnert sich noch an Kud Beilicke, der in der Rodheimer Straße in Krofdorf im früheren Konsum bis vor rund 25 Jahren eine Massagepraxis hatte? Der gute Mann lebt in Lollar - und hat sich jetzt als der Schöpfer des "hölzernen Oddneng" zu erkennen gegeben.

Vor gut zwei Jahrzehnten hat er die Holzfigur gearbeitet, die vor drei Wochen ganz unverhofft bei der Krofdorfer Bäckerei Seidl vorm Laden stand. Erich "Oddneng" Schneider, dem Vater der Seniorchefin Marianne Seidl wie aus dem Gesicht geschnitten…

Wie’s dazu kam, das ist eine allzu schöne Geschichte: Gastwirt Erich Schneider betrieb in vierter Generation das Gasthaus "Moos" an der Hauptstraße/Ecke Wißmarer Straße. "In Bierlaune am Stammtisch sagte ich zum Erich: ›Du hat so einen interessanten Kopf. Den müsste man in Holz schnitzen‹", erinnert sich Beilicke, heute 88 Jahre alt und aus dem gleichen Jahrgang wie der frühere Wirt. Und Schneider habe ihm geantwortet: "Mach’s doch!" Bevor die Schnitzerei jedoch fertig war, verstarb der Wirt anno 1998.

Seitdem stand der hölzerne Wirt bei Knud Beilicke. Als bei diesem jetzt wegen eines Wasserrohrbruchs das große Auf- und Ausräumen begann, kam er auf die Idee, diesen Kameraden früherer Tage den Nachfahren zu vererben. So fand die Holzfigur den Weg in die Bäckerei zu Tochter Marianne. Dort bekommt der "Oddneng" sicher einen Ehrenplatz.

Woher aber hatte der Wirt seinen Spitznamen? Der kam ob seines häufigen Ausspruchs "schu ien Oddneng" - alles schon in Ordnung. So wie auch diese Geschichte von der Heimkehr nach Krofdorf. (so/Fotos: Archiv,so)

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