Marc Nees aus Wißmar will Wettenberger Bürgermeister werden. FOTO: PM
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Marc Nees aus Wißmar will Wettenberger Bürgermeister werden. FOTO: PM

Bürgermeisterwahl Wettenberg 2021

Marc Nees aus Wißmar tritt an

  • Rüdiger Soßdorf
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Einen Wahltermin für 2021 gibt es noch nicht. Aber bereits vier Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt in Wettenberg bewerben. Marc Nees aus Wißmar hat seinen Hut in den Ring geworfen.

Wettenberg (so). Ich möchte neuer Bürgermeister von Wettenberg werden, weil ich mich hier wohlfühle", sagt Marc Nees. "Wohlfühlen", das verbindet er mit Heimat. Und dafür möchte er Verantwortung übernehmen. Der 51-Jährige aus Wißmar hat jetzt als vierter Kandidat sein Interesse am Chefsessel im Rathaus publik gemacht. Nees tritt als unabhängiger Bewerber an.

"Diese Gemeinde, die Vereine und Menschen haben mir als Kind, als jungem Erwachsenen und bis zum heutigen Tag sehr viel gegeben", sagt der Wißmarer. In Wettenberg habe er Gemeinsinn, Solidarität, Traditionen und viel Spaß am Leben erfahren - so wie viele andere Wettenberger auch. Dieses "Umfeld zum Wohlfühlen" will er unbedingt erhalten sehen und voranbringen, skizziert Nees seine Motivation.

Parteiloser Bewerber

Da er keine Partei hinter sich hat, hat er für sein Vorhaben im Spätsommer ein Team zusammengestellt, das ihn unterstützt. Von Mitte September bis jetzt wurden Themenfelder erarbeitet, die Internetpräsenz aufgebaut et cetera. Acht Schwerpunkte sind da bislang gesetzt, von Älterwerden über Familie und Infrastruktur bis hin zu Umwelt, Verkehr und Vereinen.

Der 51-jährige ist Vertriebsleiter und damit Teil der Geschäftsleitung eines überregionalen Getränkehandels mit 90 Mitarbeitern in Launsbach. "In dieser Position bin ich es gewohnt, täglich zu organisieren, Menschen zu führen und Entscheidungen zu treffen", verweist der Kandidat auf seine Management-Qualitäten, die er auch im Rathaus einbringen will.

Gut vernetzt in der Gemeinde

Dass er sich bislang politisch nicht in seiner Heimatgemeinde Wettenberg eingebracht hat, das begründet Marc Nees mit seinem beruflichen Engagement. Da sei er im Bereich Gastronomie zu sehr eingespannt, um am Abend noch Sitzungen zu absolvieren.

Wobei er in Wettenberg überaus gut vernetzt ist. Bei der HSG Wettenberg hat er seit deren Gründung 1986 Handball gespielt, später mehrere Jugend- und Damenmannschaften trainiert und als Schiedsrichter auf dem Feld gestanden. Heute unterstützt er seine HSG als 2. Vorsitzender des Fördervereins.

Tradition und Heimat sind ihm sehr wichtig, bekennt Nees. Und erinnert gerne an die Jahre in der Burschenschaft Kleeblatt in Wißmar. Mit 16 trat er dort ein, als 27-Jähriger gab er den Kirmeswatz. Eben weil er sich hier wohlfühle, wolle er in der Gemeinde Verantwortung übernehmen, unterstreicht er im Gespräch mehrmals.

Mehr informieren und kommunizieren

Wichtig sind Nees zudem die Stichworte Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Man müsse mit den Menschen reden und sie einbinden, sagt er. Und blickt zurück: Günter Feußner und Gerhard Schmidt waren solche Bürgermeister, die beiden Sozialdemokraten hätten die Bürger mitgenommen. Sein Ziel: Dass vonseiten der Verantwortlichen wieder mehr kommuniziert und informiert werde. Entscheidungen, die eine Vielzahl von Bürgern unmittelbar betreffen, müssen noch mehr die Meinungen dieser Bürger berücksichtigen, formuliert Nees. Bürgerbeteiligung, das kann für ihn heute durchaus auch in Form von digitalen Umfragen geschehen, um die Meinung der Menschen zu aktuellen Themen zu erfahren.

FW hat sich noch nicht geäußert

Warum aber parteilos? "Die Anforderungen der Wettenberger Bürger an ihre Gemeinde haben keine Parteifarbe", kontert Nees die Frage. Gleichwohl hat er im Vorfeld seiner Kandidatur ein Gespräch mit den Freien Wählern geführt. Doch die Wählergemeinschaft hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden, ob sie einen Kandidaten unterstützen oder gar einen eigenen stellen wird.

Das Bewerberquartett

Neben Nees haben bislang drei weitere Bewerber Interesse an der Nachfolge von Bürgermeister Thomas Brunner, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidiert: Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Leiter des Sozialausschusses Ralf Volgmann vom Gleiberg. Der Christdemokrat Andreas Heuser, Kriminalhauptkommissar aus Frankenbach mit Krofdorfer Wurzeln. Und Philipp Nickel, Unternehmer aus Krofdorf-Gleiberg, wie Nees unabhängiger Kandidat. Kuriosum am Rande: Nees, Nickel und Heuser verbindet ihr langjähriges Engagement auf Fastnachtsbühnen.

Wann die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr sein wird, das ist noch nicht festgelegt. Die Amtszeit des nächsten Bürgermeisters beginnt am 1. Februar 2022.

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