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Feuerwehrkräfte aus Wißmar füllen im Beisein von Vorstandsmitgliedern des Gleiberg-Vereins den ehemaligen Hochwasserbehälter mit Löschwasser für den Ernstfall.

Löschwasser satt auf Burg Gleiberg

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Wettenberg (pm). Die Burg Gleiberg benötigt neben andauernden Instandhaltungsmaßnahmen auch besonderen Schutz vor Brandgefahren. Hierfür arbeiten der Gleiberg-Verein, die Gemeinde Wettenberg sowie die Feuerwehr Hand in Hand. Jetzt wurde eine zusätzliche Zisterne als Löschwasserreserve auf der Burg durch die Feuerwehr gefüllt.

Weithin sichtbar ist zurzeit die Einrüstung der Oberburg zur Sanierung des Mauerwerks. Direkt unterhalb der Einrüstung befindet sich die Entnahmestelle der 84 Kubikmeter fassenden Löschwasserzisterne, die sich innerhalb der Oberburg befindet.

Brandschutz verbessert

Diese Zisterne befand sich bis zum vergangenen Jahr als Wasserhochbehälter in Besitz der Gemeinde und wurde durch Beschluss der Gemeindevertretung an den Gleiberg-Verein übereignet. Hierdurch entstand eine Win-Win-Situation, da der Gemeinde die Kosten des Rückbaus von rund 30 000 Euro erspart blieben und der Gleiberg-Verein nun eine zusätzliche Schutzmaßnahme vorweisen kann.

Ein extern erstelltes Brandschutzgutachten aus dem vergangenen Jahr umfasst eine Vernetzung der Rauchmelder, die Überarbeitung der Flucht- und Rettungswege und den Einbau von Rauchvorhängen im Albertus- und im Nassauerbau in Abstimmung mit der Brandschutzaufsicht des Landkreises Gießen sowie dem Denkmalschutz.

Die Umnutzung des Hochbehälters zur Löschwasserzisterne war hierin nicht gefordert, da die geforderte Löschwasserversorgung durch die Gemeinde sichergestellt werden kann. Es ist allerdings eine sinnvolle Ergänzung, die bei größeren Brandereignissen einen ausreichenden Puffer bis zum Aufbau einer Schlauchleitung vom Wasserhochbehälter Eule oder dem Vorlagebehälter Hardtweg bietet.

Seitens der Feuerwehr Wettenberg war eine kleine Gruppe der Einsatzabteilung Wißmar unter Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Christian Buhl an der Befüllung beteiligt. Er ging auf die aus feuerwehrtechnischer Sicht besondere Situation der Burganlage ein, deren Innenhof mit der Zisterne nur durch zwei Löschfahrzeuge aus den Ortsteilen Wißmar und Launsbach erreicht werden kann. Hieraus resultierend existiert seitens der Feuerwehr ein Einsatzplan, der vorgeplante Maßnahmen skizziert. Über diesen Einsatzplan sowie die Befüllung des Löschwasserreservoirs informierten sich Dr. Jürgen Leib sowie Gerhard Schmidt vom Vorstand des Gleiberg-Vereins. Die Feuerwehrvertreter erklärten, dass die Umnutzung des alten Hochbehälters die Arbeit der Feuerwehr im Einsatzfall erheblich erleichtere.

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