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Schüler der GGL, die in den Genuss einer Frankreich-Reise gekommen waren, und Verantwortliche.

Lebendiger Schüleraustausch

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Wettenberg (mo). Die Wettenbergeer Deutsch-Franzosen betrachten die Gesamtschule Gleiberger Land am Ort quasi als ihre "örtliche Jugendabteilung", so Norbert Schmidt, der Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wettenberg (DFG). Schmidt und weitere Mitglieder wie Martina Dietz und Monika Graulich trafen im Rahmen einer Spendenübergabe mit dem Direktor der Schule, Gabriel Verhoff, und Lehrer Steve Löschner sowie Gisela Lemger-Krämer und Gaby Daubertshäuser vom Förderverein der GGL aufeinander. Übergeben wurde der Erlös eines gemeinsam betriebenen Weinstandes vom Krämermarkt in Wißmar, organisiert von den Wettenberger Deutsch-Franzosen, von Lehrkräften der Schule, aber auch von Gästen aus Frankreich, man arbeitete Hand in Hand.

Schmidt hob hervor: "Wir arbeiten im Rahmen des Schüleraustausches mit dem französischen Sorgues bis etwa 2000 und der weiteren Partnerstadt Grigny als Verein und Schule schon sehr lange zusammen. Ab 2001/02 organisierten wir im Schulterschluss fächerübergreifende Unterrichtsprojekte zu den historischen Themen ›Train Fantome‹ und ›Kunst und Literatur im Exil‹ die jeweils in Fankreich in Exkursionen und öffentlichen Ausstellungen mündeten." Unter der Schirmherrschaft des seinerzeitigen Staatsministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Jochen Riebel (†), unterzeichneten Verein und Schule 2005 gemeinsam mit der Gemeinde Wettenberg eine Vereinbarung zur Französisch-Sprachförderung. 20013 folgte das Papier zur "Werkstatt Europa". Demnach stellt die aktuell gut 250 Mitglieder zählende DFG Wettenberg der Gesamschule bis zu 50 Prozent ihres Beitragsaufkommens zur Verfügung, das ist ein vierstelliger Geldbetrag. 2019 wurde damit eine Schülerfahrt nach Straßburg finanziert, 2018 die Teilnahme von 15 Schülern an der Partnerschaftsbegegnung in Sorgues.

2017 hatte die DFG einen Klassensatz von Gerhard Bökels Buch "Der Geisterzug, die Nazis und die Résistance", das sich unter anderem mit der Geschichte der Partnerstadt unter deutscher Besatzung beschäftigt, zur Verfügung gestellt. Das Geld für den Förderverein der Schule ist zweckgebunden zu verwenden für Initiativen der Schule, die dazu angetan sind, das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Erlernen der französischen Sprache zu wecken oder nicht versiegen zu lassen. Dazuzählt der noch frische Dialog von Fünftklässlern mit ihren Alterskameraden in Sorgues.

Daneben kann es für den Lehrbetrieb in der "Werkstatt Europa/Atelier Europe" verwendet werden, in der sich Schüler - unabhängig von Sprachbedingungen - Fragen und Herausforderungen von Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas widmen können. Politik und Wirtschaft ebenso betreffend wie Alltags- und Hochkultur oder beispielsweise Umwelt.

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