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Die Klassenfahrtteilnehmer vor der der Quirinus-Pfarrkirche in Tegernsee.

Auf "Klassenfahrt" im Voralpenland

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Wettenberg (no). Die zu Ostern 1960 eingeschulten Krofdorfer-Gleiberger, die ohnehin all die Jahre über einen steten Kontakt pflegen, waren wieder gemeinsam auf Klassenfahrt. Dies erneut mit ihrem Klassenlehrer, dem mittlerweile über 80-jährigen Erich Watz. Die "Klassensprecher" Walter Meinl und Ursel Fietkau geb. Leib ("Janes") hatten für diese Neuauflage eines externen Zusammenseins den weiß-blauen Südosten der Republik als Ziel gewählt, das Alpenvorland.

Wer ein Dorf hinter Rosenheim ansteuert, der muss an München vorbei - oder er fährt in die Stadt und bleibt einfach für ein paar Stunden dort. So wie es die 1953/54er samt Partnern taten, die eben mal auf den Marienplatz und zum Stachus schauten oder am Viktualienmarkt eine erste Weißwurst "zutzelten". Zur Heimat für vier Tage wurde den nunmehr durch die Bank weg mindestens 65-Jährigen hernach der heimelige, dank angegliederter Landwirtschaft und Metzgerei auch kulinarisch sehr aparte Gasthof "Zur Post" in Rohrdorf.

Der erste der Ausflüge führte nach Pertisau an den Achensee im österreichischen Teil des Karwendelgebirges. Die "Strammen" legten den Weg hinauf zur Grameialm zu Fuß zurück; bei strahlendem Sonnenschein ein echter Glücksmoment. Zumal die Wanderer unterwegs von einem Almabtrieb mit geschmückten Rindern überrascht wurden.

Auch der Folgetag, der kalendarische Herbstanfang, stand hinsichtlich der Witterung unter einem guten Stern. Die Krofdorf-Gleiberger waren bei und auf dem Tegernsee unterwegs. Erst mit der Seilbahn hinauf auf den gut 1700 Meter hohen Wallberg, von dort noch einmal - wer wollte - 30 Minuten zu Fuß und zum Teil kletternd hinauf auf den Gipfel. Berauschend. Später Bootsfahrt (mit Blick auf Herrn Neuers neues Haus) und Spaziergang, dann Einkehr im "Herzoglichen Bräustüberl" der Wittelsbacher an der Quirinus-Pfarrkirche. Die Heimfahrt ließen die Organisatoren kurz nach dem Start unterbrechen, um mit versierten Stadtführerinnen 90 Minuten lang auf die Spuren der Rosenheim-Cops zu gehen. Eine äußerst unterhaltsame Angelegenheit.

Welchen Stellenwert diese Fahrten haben, zeigte sich nicht allein am großen Interesse der in Wettenberg und Umgebung wohnenden Jahrgangsangehörigen. Im Bus saßen auch der frühere Großgässer Wolfgang "Charly" Hummel mit seiner Frau Anita aus Überlingen/Bodensee sowie Felicitas "Falli" Moyer, die mit ihrer Familie in Pennsylvania/USA lebt und früher, als eine geborene Reinhold, unweit der Seemühle im Kattenbachtal wohnte. Martin Klopfer und dessen aus Krofdorf-Gleiberg stammende Frau Heike geb. Wagner stießen direkt aus Dillingen/Schwäbische Alb kommend zur Gruppe.

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