So kann präventive Hilfe gelingen

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Wettenberg(pm). Welche Formen von Kindeswohlgefährdung gibt es? Was können erste Anzeichen dafür sein, und wie ist in einem solchen Fall zu reagieren? Die Gemeinde Wettenberg qualifiziert ihre kommunalen Kindertageseinrichtungen zum "Schutz vor Kindeswohlgefährdung im Rahmen der regionalen FrühPrävention" in den nächsten zwei Jahren. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 wurden die Kitas in Stadt und Kreis Gießen im Rahmen des Qualifizierungsprojektes zum Thema "Schutz vor Kindeswohlgefährdung" umfangreich fortgebildet.

Inzwischen gibt es zahlreiche Erfahrungen mit den verschiedenen Verfahrensschritten im Rahmen des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung. Die Leitungen und Träger der Einrichtungen haben sich im Rahmen der Aufbauqualifizierung seit 2012 zu verschiedenen Schwerpunktthemen kontinuierlich fortgebildet und ausgetauscht (die GAZ berichtete mehrfach).

Nun wird es notwendig, Erfahrungen zu reflektieren, Interventionspläne und Dokumentationsvorlagen auf ihre Aktualität zu prüfen, Neues zu ergänzen und spezielle Fragestellungen zur Ausgestaltung der einrichtungsspezifischen Schutzkonzepte zu konkretisieren und zu vertiefen.

Zudem wurden viele neue Erzieherinnen und Erzieher eingestellt. Die erste Einrichtung startet mit der umfangreichen Fortbildung im Januar 2021. Hierfür sind unter anderem drei Tage Fortbildung mit dem gesamten Team notwendig. An diesen Tagen bleibt die Einrichtung geschlossen. Die Eltern werden in das komplexe Thema eingebunden.

Fortbildung dauert jeweils drei Tage

Die Umsetzung erfolgt nach Mitteilung der Gemeinde Wettenberg in Zusammenarbeit mit Wildwasser Gießen oder der Erziehungsberatung Caritasverband Gießen; sie wird konzeptionell begleitet durch das Kreis-Jugendamt. Die Kosten belaufen sich auf 4000 Euro pro Einrichtung. Das Angebot ist für die jeweiligen Einrichtungen kostenfrei. Die Kosten der Qualifizierung werden von dem Jugendamt des Landkreises Gießen übernommen. Nach Abschluss der Schulung wird mit dem Landkreis als örtlich zuständigem Jugendhilfeträger eine Vereinbarung abgeschlossen, die den gesetzlichen Auftrag zum Kinderschutz sicherstellt.

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