+
Zwei Legionäre sind ein Blickfang bei der Ausstellungseröffnung im KuKuK.

Historisch, aktuell, künstlerisch

  • schließen

Wettenberg (usw). Auf gleich drei verschiedenen Ebenen befasst sich die neue Ausstellung im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) mit dem Thema Rom: Historisch, in der aktuellen Zusammenarbeit mit Italien und natürlich auch auf der künstlerischen Ebene. Bei der Eröffnung am Samstag waren "zur Sicherheit" sogar "richtige" Legionäre angerückt. Der Andrang war ganz erheblich.

Zu ihrem 35-jährigen Jubiläum war die Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen (DIG) dabei und der Förderverein Römisches Forum Waldgirmes zeigte neben etwa authentisch gewandeten Legionären und römischen Bürgerinnen historische Gebrauchsgegenstände.

Die Kinder der Gruppe RöMinis boten ein abwechslungsreiches Programm an. Bei ihnen konnten Schwerter gebastelt, Rundmühle gespielt und Mosaike gelegt werden - eben all das, womit sich römische Kinder in der Antike beschäftigten.

Pfiffiger Geschichtsabriss

Besondere Attraktionen: eine Würfeltreppe, mit der Betrug beim Spiel verhindert wurde und eine Sandkiste, in der Kinder teils wertvolle Dinge ausgraben konnten; permanent besetzt. Großes Interesse erregten auch die zwei Legionäre der Legio Prima Germanica, die bereitwillig und tief informiert Auskunft gaben. In Vitrinen sah man allerlei Haushaltsutensilien und an Ständen gab es nach historischem Vorbild gefertigte Schuhe und Stoffe.

Nach der Begrüßung duch den Vorsitzenden Dieterich Emde wies die Vorsitzende der DIG, Rita Schneider Cartocci, auf einige Rolltafeln hin, die die Gesellschaft zur Information über ihre 35-jährige Geschichte aufgestellt hatte. "Es ist nicht nur ein italienisches, sondern auch ein römisches Event", sagte sie mit Verweis auf das römische Erbe in Deutschland, die Partnerschaft Gießen-Ferrara und viele geplante Veranstaltungen in beiden Ländern in diesem Jahr. "Rom ist vor unserer Haustür in Mittelhessen".

Rainer Grabowski vom Förderverein römisches Forum in Waldgirmes ("Wir haben eine ganz besondere Beziehung zu Rom") wies auf die Bilder von Mitglied Hartmut Krämer hin, die in der Schau zu sehen sind.

Pfiffig wie immer gab Ines Scheurman, zweite Vorsitzende des KuKuK, einen kurzen kundigen römischen Geschichtsabriss, den sie auf Lateinisch einleitete. Sie gab einen Überblick über die ausgestellten Werke und verwies auf eine historische Besonderheit: "Die Provinz Britannica trennte sich im Laufe der Jahre dreimal von Rom." Und das römische Recht bestehe im Prinzip weiter bis heute. Die Eröffnung rundete sich zu einem attraktiven Gesamterlebnis, bei dem die Kunstwerke nicht fehlten. Am auffälligsten sind Hartmut Krämers "Digital Paintings" römischer Stadtansichten, die historische und aktuelle Ebenen zusammenbringen. Dazu hat Michael Ackermann sehenswerte Bilder in der Filmstadt Cinecitta gefunden und Gast Bodo Klös zeigt einige seiner Rombilder mit ihren wunderbar dynamischen Perspektiven. Und das ist wie immer noch lange nicht alles. Noch bis zum 26. Mai, beim KuKuK zu den üblichen Öffnungszeiten

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare