Trotz Brand in Moria

Hilfstransport findet statt

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m.) "Jetzt erst recht" - mit dieser Haltung, gepaart mit Entsetzen und Traurigkeit, reagieren Lara und Lucie Gruber auf die Brandkatastrophe in Moria, einem der Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos (Griechenland). Dorthin wollen die beiden 20 und 18 Jahre alten Geschwister aus Gleiberg in wenigen Wochen mit ihrem privat organisierten und initiierten Hilfstransport aufbrechen, um mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit und Wegschauen zu setzen. "Wir wollen uns nicht in Gefahr bringen, aber wir halten an unserem Vorhaben fest", sagt Lara, die Ältere der beiden mutigen jungen Frauen.

Sie haben Geld und Sachspenden gesammelt. Die Idee und die Planungen begannen schon vor einiger Zeit - die Brandkatastrophe stellt nun alles in ein neues Licht. In den wenigen Tagen, seit ihr Vorhaben in dieser Zeitung veröffentlicht wurde, sehen sich die beiden einer überwältigenden Welle der Hilfsbereitschaft, der Bewunderung und Ermunterung gegenüber. "Wir sind überglücklich über diese Resonanz und den Zuspruch", sagen sie. Ursprünglich sollte der Kleinbus des Vaters für den Hilfstransport herhalten. Doch schon jetzt ist fast sicher, dass er allein nicht ausreichen wird und ein weiteres Fahrzeug eingesetzt werden muss.

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