Herausforderung 24-Stunden-Schicht

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Wettenberg (pm). Besondere Höhepunkte bringen Abwechslung in den Ausbildungsalltag. Daher veranstalten die drei Gruppen der Jugendfeuerwehr Wettenberg in unregelmäßigen Abständen sogenannte Berufsfeuerwehrtage. Dieses Jahr fand dieser erstmals gemeinsam statt.

Die Organisatoren hatten bereits viel Vorbereitungsarbeit geleistet, als die rund 20 Jugendlichen kürzlich im Feuerwehrhaus Krofdorf-Gleiberg zur 24-Stunden-Schicht antraten. Feldbetten für die Ruhephasen waren aufgebaut, Verpflegung eingekauft und Einsatzübungen ausgearbeitet, die in den folgenden Stunden den Wachalltag einer Berufsfeuerwehr darstellen sollten. Zur Bewältigung dieser logistischen Herausforderung hatten die beiden Gemeindejugendfeuerwehrwarte Stefan Geng und Kevin Küthe ein etwa 15 Personen starkes Team hinter sich, das sich um den reibungslosen Ablauf kümmerte.

Somit konnte bereits um 18.30 Uhr der erste Alarm für die Jugendlichen einlaufen. Ein ausgelöster Brandmelder im Hotel Wettenberg rief die Brandschützer auf den Plan, der sich als Fehlalarm entpuppte. Dennoch war Einsatz gefordert: Ingrid Schröder, Inhaberin des Hotels, ließ es sich nicht nehmen die Jugendlichen und ihre Betreuer zum Abendessen einzuladen. Gut gestärkt konnte die abendliche Personensuche im Wald nahe der Gesamtschule Gleiberger Land nur erfolgreich werden. Eine unklare Rauchentwicklung kurz vor der Nachtruhe stellte sich ebenfalls als Fehlalarm dar.

Am nächsten Morgen gab es nach dem Frühstück eine theoretische Ausbildungseinheit. Gegen Mittag galt es, bei einem Verkehrsunfall die eingeklemmten und verletzten Menschen zu retten.

Kurz vor dem Ende der Dienstschicht wurden die Jugendlichen dann noch zu einem Wohnhausbrand nach Launsbach gerufen, bei dem es zwei Personen aus dem verrauchten Gebäude zu retten galt. Neben den Standardübungen lernten die Jugendlichen mit der Brandmeldeanlage sowie dem hydraulischen Rettungsgerät neue Techniken und Geräte kennen.

Hierdurch war der Berufsfeuerwehrtag auch gleichzeitig Ausbildungstag. Daher waren die Gemeindebrandinspektoren, die bei einigen Übungen Zaungäste waren, auch von dem Konzept ihrer Jugendwarte überzeugt und begrüßen weitere Ausbildungseinheiten in ähnlichem Format.

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