Heimatstube gegen Verkauf der "nau Schul"

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg(m). Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Heimatstube Launsbach krisitierte Vorsitzende Ingrid Hofmann die Pläne der Gemeinde, die "nau Schul" zu verkaufen. Bei dem denkmalgeschützten Gebäude handele es sich um ein ortsbildprägendes und deshalb in seiner Substanz und seinem Aussehen erhaltenswertes Objekt.

Eine Bürgerinitiative habe über 600 Unterschriften gegen den Verkauf gesammelt. Stattdessen sollte das alte Schulhaus der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Hofmann erinnerte daran, dass die Bevölkerung einst das Haus ohne Zuschüsse erbaut habe. Als "Schande" bezeichnete die Vorsitzende das Verhalten der Gemeinde, für die es wichtiger sei, einen Investor zu bedienen, als den Willen der Menschen vor Ort zu respektieren.

Heide Kausch, Sprecherin der BI, sagte, dass bislang interessierte Investoren einen Rückzieher gemacht hätten, da aus Gründen des Denkmalschutzes kein Anbau an das ehemalige Schulgebäude erlaubt sei. Die kommunalen Gremien würden die Problematik kennen, es habe bereits Ortsbesichtigungen und damit zumindest Signale des Willens zur Unterstützung gegeben, jedoch bislang ohne greifbares Ergebnis.

Im Raum stehen Überlegungen eines Umzuges des im Backhaus untergebrachten Museums in den "Belzgasshof" und als Alternative die Flüchtlingsunterkunft am Kuhgraben, die aber durch die Gemeinde vom Kreis erworben werden müsste.

2019 feierte die Heimatstube ihr 30-jähriges Bestehen, an das im Rahmen des Geschäftsberichtes erinnert wurde. Einen Überblick über die Finanzsituation gab Kassiererin Astrid Falk. Bei den Vorstandswahlen wurden Hofmann als Vorsitzende, Ingrid Becker als zweite Vorsitzende, Astrid Falk als Kassiererin, Werner Lotz als Schriftführer und als Beisitzer Luise Bröckl, Bernd Hofmann, Heide Kausch, Hannelore Kuhlmann, Helga Moos und Angela Reinfurt bestätigt.

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