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Thilo Hain, Gerhard Schmidt, Ralf Volgmann und Norbert Schmidt (v. l.) freuen sich auf das Jugendcamp.

Guter Zuspruch aus den Partnerkommunen

  • VonVolker Mattern
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Wettenberg (m). Fast 50 Jahre gingen bisher ins Land, seit die Städtepartnerschaft zwischen Krofdorf-Gleiberg - später Wettenberg - und dem Provonçe-Städtchen Sorgues ein verheißungsvolles Zeichen für ein friedvolles Europas setzte. Es folgte vor 33 Jahren eine weitere Ehe mit der ungarischen Gemeinde Zsambek, einige Zeit später wurde die Nachbarkommune Tök als Partner aufgenommen.

Vor drei Jahren kam Grigny (Frankeich) dazu. Nun findet vom 12. bis 21. August das erste internationale Jugendcamp am Wißmarer See statt, an dem aus allen fünf Partnerkommunen insgesamt 40 Jugendliche plus Betreuer teilnehmen.

Für Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt als einer der Baumeister der Partnerschaften, ist dies eine Erfüllung. Er hatte die Idee dazu und forderte während seiner aktiven Zeit als Bürgermeister immer wieder »lasst uns hier etwas tun«.

Geist der Einigkeit

Norbert Schmidt, Vorsitzender der Deutsch-Franzosen Krofdorf-Gleiberg (DFG), sein Vize und 1. Beigeordneter der Gemeinde Ralf Volgmann und Thilo Hain, Vorsitzender des Heimatvereins Zsambek, stehen neben anderen hinter dem Projekt. Es verdiene die volle personelle und sächliche Unterstützung, auch am Geld dürfe und werde es nicht scheitern, sagte Norbert Schmidt. Seitens der Gemeinde ist vom Kinder- und Jugendbüro Benita Weigand dabei. Weitere Partner insbesondere bei Programmgestaltung und Logistik sind die Seniorenwerkstatt, der Gleiberg-Verein, der Kunst- und Kulturkreis, die Freiwillige Feuerwehr und Mike Will als Pächter vom Wißmarer See.

Etwas zäh habe alles begonnen, als man Ende 2020 den Entschluss gefasst habe, es jetzt anzupacken, erinnert sich Volgmann. Der Zuspruch aus den Partnerstädten ist aber überraschend gut; wohl auch, weil die Verantwortungsträger ordentlich die Werbetrommel rührten, berichtete der DFG-Vorsitzende. Das Zusammentreffen junger Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Sprachräumen sei die Basis dafür, das Staffelholz des Erreichten in der Partnerschaftsgeschichte an eine neue Generation weiterzugeben, sagte Gerhard Schmidt.

Gleichwohl gab es in den Jahrzehnten auch immer wieder Tiefen und Rückschläge, aber ungebrochen stets der Wille und die Beharrlichkeit, nie aufzugeben. Man wisse, wie es aktuell um Europa und den Geist der Einigkeit bestellt sei. Umso klarer müssten die Botschaften von den Städten und Gemeinden als Träger der Partnerschaften sein. Das Jugendcamp sei dafür gut geeignet.

Eine Kanutour auf der Lahn, Stadtbesichtigungen, ein Ausflug durch Oberhessen mit dem Ziel Hoherodskopf, Workshops, Führungen auf Burg Gleiberg, ein Boule-Turnier und ein Besuch im Freibad sind ein Teil des Programms.

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