Das Dach ist flach - aber dicht. Die Gemeinde Wettenberg hat in das Bürgerhaus Launsbach investiert. Das Land Hessen gibt einen deutlichen Zuschuss. FOTO: SO
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Das Dach ist flach - aber dicht. Die Gemeinde Wettenberg hat in das Bürgerhaus Launsbach investiert. Das Land Hessen gibt einen deutlichen Zuschuss. FOTO: SO

Geldregen über Wettenberg

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg(so). Letzte Woche noch hat der Weißbinder im großen Saal des Launsbacher Bürgerhauses auf dem Gerüst gestanden und den Pinsel geschwungen, um die hässlichen braunen Flecken von der Decke zu entfernen. Die letzten Spuren des Wassers, das in den vergangenen Jahren wiederholt eingedrungen ist.

Es ist immer das Gleiche mit den Flachdächern: Über kurz oder lang werden sie undicht. Das Wasser sucht sich seinen Weg durch Dämmung und Decke, und dann tröpfelt es in die Räume oder in die Halle. Doch das soll in Launsbachs "guter Stube" bis auf Weiteres erledigt sein. Im vergangenen Winter hat die Gemeinde vom Bedachungsunternehmen Doffing aus Erda das Dach neu machen lassen, teils auch die Dämmung darunter neu aufgebaut und sogenannte Notentwässerungen nachgerüstet. Immerhin stammt das Haus aus den frühen 1970er Jahren, und die letzte "Generalüberholung" liegt auch schon fast 20 Jahre zurück.

Rund 190 000 Euro haben die aktuellen Dacharbeiten gekostet. Die gute Nachricht: Das Land Hessen hat 140 000 Euro dazugegeben.

Staatssekretär Lösel bringt 750 000 Euro

Staatssekretär Manuel Lösel überbrachte gestern in Launsbach die Zuwendung des Landes dafür - und hatte zugleich weitere 610 000 Euro Fördergeld im Gepäck: Das Umrüsten der Beleuchtung in der Sporthalle Wißmar auf energiesparende LED-Technik wird ebenfalls mit 31 000 Euro gefördert. Stolze 246 000 Euro gibt es als Zuschuss zu mehreren neuen Fahrzeugen für den kommunalen Bauhof. Und fast 350 000 Euro gibt es für das Sanieren respektive Erneuern einer Stützwand nahe der Krofdorfer Höhenstraße. Dort senkt sich die Mauer, und die Straße senkt sich mit, erläutert Bauamtsleiter Kai Mandler. Die Schadensbeseitigung ist eine statische Herausforderung; deshalb gibt es dazu bereits mehrere Planungen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im kommenden Jahr angegangen werden.

Bürgermeister Thomas Brunner freute sich ausdrücklich, dass auch für eher wohlhabende Kommunen wie Wettenberg Mittel aus der sogenannten Hessenkasse zur Verfügung stehen: "Am Ende des Tages eine gute Lösung", die man nicht zuletzt dem verstorbenen Finanzminister Thomas Schäfer zu verdanken habe. Dies helfe einer Kommune wie Wettenberg, den Haushalt auch in schwierigeren Jahren stabil zu halten, ohne auf wichtige Projekte zurückfahren zu müssen.

Insgesamt stehen Wettenberg aus der Hessenkasse bis zum Jahr 2022 knapp zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das nach den jetzigen Zuschüssen verbleibende Geld soll sukzessive für weitere Vorhaben abgerufen werden.

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