Unweit der Kirche St. Raphael wurde das neue Mehrartenhaus aufgestellt. V. l.: Hans-Richard Wegener, Judith Borg, Irmela Till, Klaus Behnen und Oliver Wegener. FOTO: MO
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Unweit der Kirche St. Raphael wurde das neue Mehrartenhaus aufgestellt. V. l.: Hans-Richard Wegener, Judith Borg, Irmela Till, Klaus Behnen und Oliver Wegener. FOTO: MO

Für ganz viele Vögel

  • vonKlaus Moos
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Wettenberg(mo). Ob Mehlschwalben, Mauersegler, Fledermäuse, Amseln, Stare oder Sperlinge, alle haben Heim- und Wohnrecht im neuen sechs Meter hohen Mehrartenhaus im Paradiesgarten der Pfarrgemeinde St. Raphael in Wißmar. Diese neue Art, eine Fortentwicklung eines reinen Schwalbenhauses, wurde auf Wunsch der Verantwortlichen der Pfarrei von der Werkstatt Agrofor von Oliver Wegener gebaut und durch den Erbauer fachmännisch und bestens vorbereitet mithilfe eines Kranwagens der Firma Martin Koob aufgestellt.

Durch die Weite um das Mehrartenhaus haben die zukünftigen Bewohner von allen Seiten freien Anflug. Den Betonsockel, durch die Gemeinde Wettenberg mit 2750 Euro finanziert, hat der Betriebshof erstellt.

Das Mehrartenhaus mit seinen schmalen Spalten für Fledermäuse, den Kunstnestern im Außenbereich und verschieden großen runden Einfluglöchern wird von der Hessischen Biodiversitätsstrategie bezahlt. Für die Pfarrgemeinde kümmern sich der Imker Klaus Behnen und Irmela Till vom Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde um den Paradiesgarten mit vielen Bibelpflanzen und die sechs dort beheimateten Bienenvölker. Der Honig findet durch Verkauf in der Kirche guten Absatz.

Der Naturschutzbund Wettenberg war durch seinen Vorsitzenden Professor Hans-Richard Wegener beim Aufbau vertreten. Für die Pfarrgemeinde war Pastoralreferentin Judith Borg mit dabei. Sie regte an, den Bibelvers: "Seht euch die Vögel unter dem Himmel an..." aus dem neuen Testament im Inneren des neuen Mehrartenhauses zu hinterlassen.

Irmela Till wies darauf hin, dass man in der Pfarrei St. Raphael im Begriff sei, eine "Initiative für Gerechtigkeit, Erde und Leben" zu gründen. Damit soll das Handeln und der Konsum kritisch in den Blick genommen werden. Es gehe dabei vor allem um die Bereiche Nachhaltigkeit und Tierschutz. Till bezeichnete die Errichtung des Mehrartenhauses auf dem Gelände der Kirchengemeinde als ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung der Schöpfung. Die Vermittlung der Wertschätzung werde auch durch liturgische Feiern praktiziert. Im kommenden Jahr soll im Paradiesgarten ein großes Insektenhaus erstellt werden.

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