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Auf Burg Gleiberg wurden jetzt für 180 000 Euro Mauern instandgesetzt.

Frisch verfugtes Mauerwerk

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg (so), »Nicht umsonst hat der Gleibergverein vor neun Jahren den Denkmalschutzpreis erhalten«, lobt Landrätin Anita Schneider bei einer Stippvisite auf der Burg das Engagement der Aktiven um Andreas Kraft. Gemeinsam mit Charlotte Bairstow von der Denkmalschutzbehörde machte sich die Landrätin ein Bild von den neuerlichen Sanierungarbeiten.

Für rund 180 000 Euro wurden ein Stück der Nordmauer am Aufgang zur Oberburg sowie eine Stützmauer am Albertusgarten unterhalb des Philippstürmchens instandgesetzt. Lose Steine wurden befestigt und offene Fugen geschlossen. Nötig wurden die Arbeiten nicht nur, um die Bausubstanz zu sichern, sondern auch, um Gefahren für Burgbesucher auszuschließen.

Zudem wurde die corona- bedingte Zwangspause in der Gastronomie dazu genutzt, im Albertusbau die Sanitäranlagen zu verbessern und in den Brandschutz zu investieren. Das machte weitere 100 000 Euro aus.

Unterstützung erfuhr der Gleibergverein als Eigentümer der Burg bei der Mauernsanierung vom Land Hessen, das rund 60 000 Euro beisteuerte, sowie vom Landkreis Gießen (13 000 Euro) und von der Gemeinde Wettenberg, die bereits 2020 rund 40 000 Euro bereitstellte und in diesem Jahr weiteres Geld nachlegte.

Bürgermeister Thomas Brunner zeigt sich dankbar, dass der Gleibergverein als Eigentümer der Burg die notwendige Aufmerksamkeit widmet. Dessen Vorsitzender Andreas Kraft und sein weiteres Vorstandsteam um »Vize« Gerhard Schmidt, Architekt Uli Homberger, Schatzmeister Karlfried-Philipp sowie Chronist Dr. Jürgen Leib bestätigten: Man sei stets bestrebt, die Burg in einem guten Zustand zu halten und einen Sanierungsstau (und damit einen Investitionsstau) zu vermeiden.

Die Arbeiten, ausgeführt von der Firma »Denkmalplan« und fachlich vorbereitet vom Büro HAZ, wurden 14 Tage früher als erwartet abgeschlossen. Jetzt stehen der Abbau der Gerüste und das Aufräumen an.

Den Aktiven vom Gleibergverein wird die Arbeit nicht ausgehen: In den nächsten Jahren soll der Merenberger-Bau genauer unter die Lupe genommen werden, denn da liegt die letzte grundhafte Sanierung bald 40 Jahre zurück.

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