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Barbara Kröck und Daniel Schwalm sehen in der Pasteurisierungsanlage eine vernünftige Investition für den Verein.

Frisch gepresst und lecker

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Wettenberg (m). Der Obst- und Gartenbauverein Wißmar hat "aufgerüstet". Im Kellergeschoss der Verwaltungsstelle, wo der Verein seit Jahrzehnten sein Domizil hat und der Kelterbetrieb stattfindet, steht jetzt eine neue Pasteurisierungsanlage. Im Vorstand hatte man schon länger über eine solche Anschaffung nachgedacht, doch wegen der beengten Platzverhältnisse war das Vorhaben aufgeschoben. Vergangenes Jahr wurde beschlossen, das Problem aktiv anzugehen.

Anschaffung wird gefördert

Mit Vorsitzender Barbara Kröck, dem 2. Vorsitzenden Daniel Schwalm und mit Vorstandsmitglied Lothar Gerlach wurde vor geraumer Zeit die "Fruchtwelt Bodensee" besichtigt, um sich über die aktuelle Entwicklung der Obstverarbeitung zu informieren. Daraus resultierte die Suche nach einem alternativen Standort in Wißmar für die Kelter, die aber zunächst ergebnislos verlief.

Auf einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde, einen weiteren Raum im Kellergeschoss der Verwaltungsstelle nutzen zu dürfen, nahm das Projekt "Pasteurisierungsanlage" Fahrt auf. Man erfuhr, dass es Fördermöglichkeiten gibt, die die Wißmarer Obst- und Gartenbauer mit Unterstützung des Vereins "Region Gießener Land" beantragt hat. Die Förderhöhe aus diesem Regionalbudget beträgt 80 Prozent des Kaufpreises. Diese hohe Fördersumme habe den Entschluss zum Kauf der Anlage begünstigt, erläuterten Barbara Kröck und Daniel Schwalm. Die Vermarktung und Verwertung des heimischen Obstes sei glücklicherweise für viele Menschen von Bedeutung. Das Pasteurisieren und Abfüllen des frisch gepressten Mostes, vor allem auch der eigenen Äpfel, sei ein ortsnahes Angebot, das man gerne und regelmäßig aufrecht erhalten wolle. "Wir sind sicher, dass es angenommen wird, auch wenn die diesjährige Apfelernte aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse nicht so gut ausfällt", so die Vereinsvertreter.

Mit zwei Behälterpasteuren von je 150 Litern Fassungsvermögen und der Abfüllvorrichtung in die Bag-in-Box-Behälter verschiedener Größen ist die Anlage sehr leistungsstark. Dieser Tage ging sie bereits in Betrieb. Dabei wurden vorwiegend Äpfel von Bäumen aus dem vereinseigenen Bestand verarbeitet.

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