Frage nach dem Zuschuss

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Wettenberg/Biebertal(so). Der Abschlussbericht der interkommunalen Arbeitsgruppe "Familienbad Biebertal", die 2017 eingerichtet wurde, liegt seit November auch der Gemeindevertretung Wettenberg vor.

Die Vertreter der Arbeitsgruppe sind sich einig, dass das Familienbad wichtiger Bestandteil des Gleiberger Landes ist und unbedingt erhalten werden soll. Die Gemeinde Biebertal als Betreiber hat daran gearbeitet, die Kosten zu senken und die Attraktivität des Bades zu steigern. Zuletzt wurden etwa die Eintrittspreise überarbeitet. Zudem wird ein Blockheizkraftwerk installiert, um die Energiebilanz zu verbessern. Es ist das einzige Hallenbad in den drei Westkreis-Gemeinden, seitdem das Heuchelheimer Bad geschlossen und verkauft ist. Vor diesem Hintergrund, so die Einschätzung der Arbeitsgruppe, seien die Gemeinden Heuchelheim und Wettenberg "in gewisser Weise moralisch verpflichtet", einen angemessenen jährlichen Beitrag zu leisten.

Heuchelheim beteiligt sich seit einigen Jahren mit einem Zuschuss. Von 2016 bis 2018 waren es 30 000 Euro im Jahr, 2019 wurde der Betrag auf 35 000 Euro aufgestockt. Dies könnte, so die Empfehlung der AG, auch eine Orientierungsgröße für Wettenberg sein.

Auf einen Zuschuss an die Nachbarn zum Betrieb des Bades konnten sich die Wettenberger jedoch noch nicht verständigen, obwohl Anuschka Gerlach (CDU) in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von einer "Herzensangelegenheit" sprach und daran erinnerte, dass die Freien Wähler schon für 2019 das Bereitstellen eines Zuschusses angefragt hatten und die Mehrheitsfraktionen dies in Aussicht gestellt hatten. Gerlach wünschte einen Beschluss noch Ende 2019. "Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir es jetzt auf die lange Bank schieben." Auch Karl Fiedler wünschte sich, Biebertal nicht länger hinzuhalten, sondern ein klares Signal zu geben.

Das Signal der SPD derweil: Man wolle den Bericht gerne nochmals im Fachausschuss beraten. Auch die Grünen sahen keine Notwendigkeit, noch für 2019 außerplanmäßig 20 000 Euro fürs Bad bereitzustellen. Fiedler reagierte sauer: "So viel zum gegebenen Wort einer Mehrheitsfraktion!"

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