Egon Waldschmidt
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Egon Waldschmidt

Egon Waldschmidt wird 80

Engagement für viele Vereine

  • vonred Redaktion
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Wettenberg(pm). Seinen Namen verbindet man vor allem mit dem Obst- und Gartenbauverein Krofdorf-Gleiberg: Egon Waldschmidt. Seit 1976 ist er dort Mitglied, war 17 Jahre im Vorstand tätig, davon 13 Jahre als Vorsitzender. Am heutigen Freitag feiert der gebürtige Launsbacher seinen 80. Geburtstag.

In der Zeit, als Egon Waldschmidt an der Spitze des Obst- und Gartenbauvereins Verantwortung trug, wurde die Kelteranlage erneuert, vergrößert und mit der Erweiterung durch eine Pasteurisierungsanlage modernisiert. Anfang 2000 zerstörte ein Brand große Teile des Lehrgartens an der Kinzenbacher Straße, auch der Wiederaufbau fiel in die Zeit seines Vorsitzes. In seinem Heimatdorf Launsbach war er Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, wo er auch aktiv im Spielmannszug mitwirkte.

1962 heiratete er seine Frau Inge aus Krofdorf-Gleiberg. Sie wurde mit dem 6er-Reigen im Kunstradfahren deutsche Jugendmeisterin. Für den Gemahl stand fest, ebenfalls Mitglied im RSV Teutonia 1910 zu werden. 27 Jahre gehörte er dem Radsportverein an, wovon er ein Jahrzehnt Vorstandsarbeit leistete. Der Altersjubilar gehört auch dem Kegelclub in Gleiberg an und nahm aktiv an den Rundenwettkämpfen teil. Später wechselte er zum Kegelsportverein nach Heuchelheim.

Der gelernte Maurer, der bei Faber & Schnepp, bei der Firma Schunk und zuletzt beim Regierungspräsidium Gießen arbeitete, gehört zudem 30 Jahre dem Gleibergverein an und ist Mitglied im Förderverein Sozialstation, dem er vor 35 Jahren beitrat.

Ein Jahr nach der Hochzeit verließ Egon Waldschmidt das Dorf der "Eiskaale" und lebt seit 1963 im Eigenheim in der Krokelstraße. Dort empfängt er heute auch seine Gratulanten. Besonders freut er sich auf die Familie. Dazu gehören drei Kinder, drei Enkelkinder und drei Urenkel. FOTO: PM

Staufenberg(vh). Zwei Resolutionen aller Fraktionen des städtischen Parlaments wurden vor dem Sitzungsbeginn in der Stadthalle auf die Tagesordnung gehoben.

Roland Ehmig (FW) hatte beantragt, den von der Volksbank Mittelhessen angekündigten Abbau der Selbstbedienungsstation in Treis (Geldautomat und Kontoauszugsdrucker) zu verhindern. Den nicht mobilen Bürgern würde ein Stück Infrastruktur genommen. Wenn einmal die Gasthäuser altersbedingt zu machten, habe das 2100-Einwohner-Dorf nur noch zwei Friseure, bedauerte Ehmig.

Claus Waldschmidt (SPD) wetterte, man rede überall von der Stärkung des ländlichen Raumes. Die Volksbank verhalte sich somit "kontraproduktiv". Manfred Hein (FW) äußerte Unverständnis: "Dass eine Genossenschaft so etwas tut. Raiffeisen würde sich im Grabe herumdrehen". In beiden Fällen stimmte das Parlament geschlossen zu.

Waldschmidt hatte zudem den Antrag eingebracht, der sich gegen die von RHI Magnesita angekündigte Schließung oder Teilstilllegung des Didier-Werkes Mainzlar richtet.

Auf allen Ebenen

Das Parlament stärkt dem Bürgermeister und dem Magistrat den Rücken, wenn diese sich auf allen Ebenen für den Erhalt von Didier einsetzen. Anderenfalls würden erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region befürchtet. So ginge etwa ein gewichtiger Gewerbesteuerzahler verloren.

Staufenberg(pm). Der Elferrat Treis hat in seiner ersten Vorstandssitzung seit Beginn der Corona-Pandemie beschlossen, dass unter den gegebenen Bedingungen eine Faschingsveranstaltung in der Treiser Sport- und Kulturhalle keinen Sinn macht. "Wer will schon mit Abstand feiern, singen, schunkeln und fröhlich sein", fragen die Verantwortlichen. Hinzu kämen die Beschränkungen bei den Zuschauerzahlen.

Da nicht absehbar ist, wie sich die Krisensituation entwickele, werde kurzfristig entschieden, ob kleinere spontane Feierlichkeiten stattfinden können.

Biebertal: TSV Fellingshausen tagt- Der TSV Fellingshausen lädt für den heutigen Freitag zur Jahreshauptversammlung in den Saal des Landgasthofes Zum Dünsberg ein. Beginn ist um 20 Uhr. Unter anderem stehen Ehrungen und Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. m

Biebertal: Franzose sagt ab- Nur zweimal bereicherte Franck David Desmoulins den Wochenmarkt in Fellingshausen. Wie Helmut Mattig vom Marktteam berichtet, hat der Franzose seine weitere Teilnahme mit Spezialitäten aus seiner Heimat Burgund abgesagt, weil er in Mittelhessen nur drei Märkte gefunden habe, die ihn aufnehmen. Da lohne sich wirtschaftlich die weite Anfahrt nicht. m

Biebertal: Startzeiten beim Lauftreff- Der Lauftreff Biebertal hat ab dem 3. Oktober neue Startzeiten: Jogging, Walking, Nordic-Walking: Dienstags von 15 bis 16 Uhr, Treffpunkt Sportplatz Biebertal/Rodheim (neu) sowie samstags von 15 bis 16 Uhr, Treffpunkt Sportplatz Biebertal/Rodheim.

Rabenau: Züchterstammtisch- Der Geflügelzuchtverein lädt zum Züchterstammtisch heute ab 20 Uhr im Vereinsheim Kesselbach ein. pm

Pohlheim(pad). Der Siegerentwurf kommt zum Zuge: Mit der Planung des Neubaus der Kindertagesstätte "Sonnenschein" im Zentrum von Watzenborn-Steinberg wird das Architekturbüro Schaltraum beauftragt. Dieses hatte auch den eigens ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gewonnen. In der Haupt- und Finanzausschusssitzung sorgte die Vergabe für heftige Kritik aus Reihen der SPD.

Horst Biadala warf Bürgermeister und Magistrat vor, diese hätten mit der Vergabe ihre Kompetenzen überschritten. Der SPD-Mann stellte die Rechnung auf, dass nach üblichen Honorarsätzen für Architekten bei einer Bausumme von rund sieben Millionen Euro die Architekten fast eine Million Euro Honorar erhalten würden. Während die Stadtverordneten sonst über jeden Grundstücksverkauf ab 150 000 Euro entscheiden würden, seien sie zu dieser Auftragsvergabe nicht gefragt worden.

"Die Stadtverordneten reden über Nisthilfen für Störche. Darüber dürfen wir entscheiden. Wir dürfen aber nicht entscheiden, wie der Kindergarten aussehen soll und zu welchen Architekten wir gehen. Der Bürgermeister hat diese Entscheidung majestätsgleich an sich gezogen", polterte Biadala. Das Parlament sei nicht informiert worden. Biadala forderte, die Hauptsatzung zu ändern und in dieser einen Höchstbetrag festzuschreiben, bis zu welchem der Magistrat entscheiden darf.

Der Stadtverordnetenvorsteher Helge Stadelmann gab zu bedenken, dass eine Änderung der Hauptsatzung so kurz vor den Kommunalwahlen rechtlich kritisch sei.

Bürgermeister Udo Schöffmann wies die Kritik von sich: "Der Magistrat hat den Auftrag der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt". Diese habe sich mehrheitlich für den Kita-Neubau entschieden.

Nach dem Architektenwettbewerb seien alle Teilnehmerentwürfe eine Woche lang ausgestellt worden, sagte Schöffmann. Diese Ausstellung hätten auch die SPD-Stadtverordneten besucht. Zudem sei Biadala selbst Mitglied der Bewertungskommission gewesen. Den Auftrag an das Siegerbüro zu vergeben, sei nach den Vergaberichtlinien die einzig rechtlich mögliche Option gewesen. Der Antrag, die Hauptsatzung zu ändern, erhielt im Ausschuss keine Mehrheit.

Ebenfalls keine Mehrheit fand der Antrag der SPD für eine zentrale Jugendbegegnungsstätte mit pädagogischer Betreuung. Biadala sagte, in vielen Stadtteilen sei die Arbeit in den Jugendzentren eingeschlafen. Sie müsse wiederbelebt werden. Eckart Hafemann (Grüne) sagte, dass sich bei der Beratung durch den Rechnungshof gezeigt habe, dass Pohlheim in diesem Bereich nur wenig investiere. Wer Mittelzentrum werden wolle, müsse da mehr tun.

Ulrich Sann (Freie Wähler) hielt dem entgegen, wenn das Thema die Jugendlichen interessieren würde, hätten sie auch die Ausschusssitzung besucht. Es wären aber keine erschienen.

Die CDU warf der SPD vor, jetzt nur ein Wahlkampfthema zu suchen. Peter Alexander (SPD) hielt dem entgegen: "Ist Ihnen entgangen, dass wir seit der letzten Kommunalwahl immer Wahlkampf machen? Wir fangen nicht drei Monate vorher an." Er kündigte an, den Antrag nach der Kommunalwahl erneut zu stellen, da er dann auf andere Mehrheitsverhältnisse hoffe.

Allendorf(vh). Bürgermeister Thomas Benz hatte eine erfreuliche Nachricht für das Parlament: Das hessische Finanzministerium hat die Stadt Allendorf/Lumda aus dem Entschuldungs-Programm Kommunaler Schutzschirm entlassen. Zuvor waren die Entlassungskriterien erfüllt worden, nämlich drei ausgeglichene Haushalte in Plan und Ausführung in Folge (2015 bis 2017).

Die jeweiligen Haushalts-Konsolidierungsverträge sind mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 erfüllt worden. Die Allendorfer Stadtverordneten nahmen diese Mitteilung erfreut zur Kenntnis.

Deutlich ungünstiger ist die Bewirtschaftung des Allendorfer Stadtwaldes. Das Forstamt Wettenberg hat den Waldwirtschaftsplan für 2021 vorgelegt. Das Verlustgeschäft hat eine Größenordnung von 146 200 Euro. Es wurde hervorgerufen durch die extreme Trockenheit, die Waldschäden in der Folge sowie eingeplante Wiederaufforstungen auf einer Fläche von zehn Hektar.

Walnuss und Esskastanie

Alleine die Gründung neuen Waldes soll 165 000 Euro verschlingen. Auf neue Fichtenkulturen wird verzichtet. Vorgesehene Baumarten sind für 2021 und darüber hinaus: Douglasie, Tanne, Walnuss, Kirsche, Esskastanie, Traubeneiche, Robinie, Feldahorn, Bergahorn, Spitzahorn und Elsbeere. Revierförsterin Rita Kotschenreuther und Forstamtsleiter Ralf Jäkel werden den Waldwirtschaftsplan in der nächsten Sitzung des Finanzausschusses vorstellen.

Helmut Wißner (Grüne) sagte, "so ein Defizit geht nicht jedes Jahr". Einstimmig beschloss das Parlament, der Finanzausschuss solle eine Sondersitzung ausschließlich zum Thema Wald abhalten. Ein neues Konzept zur künftigen Waldnutzung müsse in Zusammenarbeit mit Rabenau ausgedacht werden.

Die Anregung von Ulrich Krieb (CDU), Windkraftanlagen auf Kahlflächen zu stellen, wurde ebenfalls aufgenommen.

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