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Energiekrise verstärkt Interesse

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Von: Klaus Waldschmidt

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Publikumsmagnet für alle Altersgruppen: Das Sägegatter in Betrieb. © Volker Mattern

Wettenberg (m). 800 Besucher trotz widrigster Witterungsverhältnisse, was letztlich auch die hohe Frequenz in den Innenräumen begründete, waren das Herausstellungsmerkmal für den Dampf- und Gattertag im Holz- und Technikmuseum. »Wir sind rundum zufrieden«, bekundeten einmütig Museumsleiter Dieter Mülich und Betriebsleiterin Marion Rentrop stellvertretend für die vielen Helferinnen und Helfer.

Ein Tag für Familien

Der Dampf- und Gattertag, diesmal mit angegliedertem Bauernmarkt, hat von seiner Zugkraft über all die Jahre nichts eingebüßt. Dies ist sicherlich - und auch dafür gab es eine auffallende Beobachtung - der Aktualität geschuldet, mit dem sich die verschiedenen Bereiche des Museums immer wieder besonderen Themen widmen. Das gebietet alleine schon die Auszeichnung, außerschulischer Lernort zu sein, sich der Umweltbildung für Schulen verschrieben zu haben und die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Kernaufgabe zu sehen. Die energiepolitische Diskussion mit all ihren Facetten rüttelt wach, aber verunsichert auch viele Menschen. Hoher Zulauf war deshalb im Energieraum zu verzeichnen. Dort war das Informationsangebot einmal mehr für die Gäste auch ein stückweit Hilfe und Orientierung bei verschiedenen Fragen. Welche Formen von Energie gibt es und warum ist Energie untrennbar mit dem Klima verbunden? Wie können zukünftige Energielösungen aussehen? Wertfrei von politischen Anschauungen informierten Schautafeln und interaktive Exponate.

Der Dampf- und Gattertag ist Familientag. Ob Mamas und Papas oder Omas und Opas - wenn Kinder dabei sind, dann gehören die feuerrote Dampfmaschine von 1937 und das historische Sägegatter von 1949 zum Pflichtbesuch. Mit gutem Beispiel voran ging man beim Betrieb der Dampfmaschine, die diesmal nicht mit Gas betrieben wurde und dennoch mitsamt ihrer Funktion zu erleben war. Die Programmvielfalt sorgte für ein spannendes Erlebnis. Überall gab es etwas zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Mitmachangebote lockten. In den fünf Abteilungen, zu denen neben Dampfmaschine und Sägegatter mit Zimmerei auch der Forst, die Schreinerei und eben der Energiebereich gehören, herrschte Hochbetrieb.

Die Händler auf dem Bauernmarkt im Außengelände boten ihre regionalen Produkte an. Auch Handwerkskunst fand sich darunter. Hessen Forst kümmerte sich bei Aktionen am Feuer oder beim Werkeln mit Naturmaterialien um die Kinder. Die Jüngsten machten außerdem Bekanntschaft mit dem Baum des Jahres 2022, der Rotbuche.

Die Traktorfreunde Krofdorf-Gleiberg hatten ihre »Schätzchen« ausgestellt. Kaffee, Kuchen, frische Waffeln, Dämpfkartoffeln und Leckeres vom Grill sowie frisch gepresster Apfelsaft vom Obst- und Gartenbauverein Wißmar schmeichelten dem Gaumen. Alleinunterhalter Helmut Braun unterhielt mit seinem Gesang und am Keyboard die Gäste.

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