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Elegant, überzeugend, angenehm

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Von: Redaktion

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Ein rundum zufriedenes Publikum verfolgte am Sonntag im Rittersaal auf der Burg das »Benefizkonzert im Frühling« von Gleibergverein und KuKuK Wettenberg mit durchweg renommierten Künstlern aus der Region. Moderiert von Martin Gärtner musizierten Manuela Gärtner, Barbara Yeo-Emde, Ingi Fett und das Harfenpopduo Poco Piu mit Markus Reich und Cordula Poos. Die Stimmung im vollbesetzten Saal war wunderbar.

Ein rundum zufriedenes Publikum verfolgte am Sonntag im Rittersaal auf der Burg das »Benefizkonzert im Frühling« von Gleibergverein und KuKuK Wettenberg mit durchweg renommierten Künstlern aus der Region. Moderiert von Martin Gärtner musizierten Manuela Gärtner, Barbara Yeo-Emde, Ingi Fett und das Harfenpopduo Poco Piu mit Markus Reich und Cordula Poos. Die Stimmung im vollbesetzten Saal war wunderbar.

Kein Wunder, Routinier Gärtner nahm die Sache sogleich elegant in die Hand und ergänzte das Programm durch Lesungen und Chansons von Georg Kreisler (»Sie ist ein herrliches Weib«) – eine seiner Spezialitäten – auf professionellem Niveau. Im Duo mit Manuela Gärtner musizierte er Ausschnitte aus Robert Schumanns »Frauenliebe und -leben«. Dabei machte auch seine Frau einen überzeugenden gesanglichen Eindruck. Großer Applaus.

Zahreiche Unterstützer

Den errang auch Barbara Yeo-Emde. Die gelernte Opernsängerin führte ein kurzes Programm von fünf Welthits auf, darunter »Dream a little Dream of me« und »La Vie en Rose«. Versiert begleitet wurde sie am Klavier von Herrmann Wilhelmi. Bei aller Erfahrung und Prägnanz der Stimme nahm sie durch eine deutlich spürbare freudige Entschlossenheit im Vortrag für sich ein.

Veranstalter waren der Gleibergverein (der die Einnahmen zur Erhaltung der Burg verwendet) und der Kunst- und Kulturverein Wettenberg (KuKuK). Unterstützt wurde das Konzert durch den Wirt des Gleiberg-Restaurants, der in der Pause kleine Leckereien spendierte sowie zwei Sponsoren, die Firma PVA TePla und die Volksbank Mittelhessen. Am Rande zeigte der KuKuK eine kleine Schau von Frühlingsbildern.

Nach der Pause betraten Harfenistin Cordula Poos und Perkussionist Markus Reich die Bühne. »Poco Piu« errangen mit ihrer aparten Musikmischung nicht allein durch die Besonderheit der Instrumente – die Harfe steht sonst eher unauffällig im Orchester, Schlagzeuger ebenfalls – die Sympathie des Publikums. Hauptattraktion ist die Vielseitigkeit der Musiker. Poos spielt die Harfe häufig wie eine Gitarre und setzt so ungewohnte klangliche Akzente. Zudem liegen die Kompositionen eher im Jazz und lassen Konventionen zumeist weit hinter sich. Ein großes Vergnügen, heftiger Beifall zum Ende.

Als Abschluss präsentierte Ingi Fett von den »Drei Stimmen« ein Programm mit Musicalmelodien und Popsongs. Einfühlsam und stilsicher legte sie die nötigen Emotionen in ihren routinierten Gesang und hatte keine Schwierigkeiten, die Herzen der Zuhörer für sich zu gewinnen. Insgesamt war das ein höchst angenehmer Sommerabend.

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