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Mit einer Elsbeere, dem Baum des Jahres 2011, als der »Zauberwald« gegründet wurde, gratulieren die Eltern zum zehnjährigen Bestehen der geschätzten Einrichtung.

Ein Erfolgsmodell

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg (so). »Ich gehe gerne in den Wald, weil man da Tiere beobachten kann. - Und ich gehe gerne in den Wald, weil man hier Baumstämme rollen kann. - Ich gehe gerne in den Wald, weil ich die Erzieherinnen mag. Und weil wir hier viele Stöcke haben«. Kasimir und seine Freunde wissen ganz genau, warum sie jeden Tag gerne in den Zauberwald gehen.

Vor mittlerweile zehn Jahren ist die Waldkindergartengruppe nahe Launsbach gegründet worden, organisatorisch angedockt an die Launsbacher Kita »Mäusenest«. Und hat sich wie andernorts auch zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Was hier und da zuweilen aus der Not heraus geboren wurde, weil sich anders auf die Schnelle keine Betreuung anbieten ließ, ist vielerorts dank guter Konzepte und engagierter Erzieherinnen zu einer gefragten Betreuungsform geworden.

Der Wettenberger »Zauberwald« nahe Launsbach startete am 1. August 2011 mit seinerzeit acht Kindern. Seit Jahren aber sind die bis zu 25 Plätze ausgebucht für Kinder ab zweieinhalb Jahren bis zur Einschulung, und es besteht heute eine kleine Warteliste.

Die Eltern tragen das Konzept begeistert mit »und stöhnen nie laut über schlammverschmierte Kinder«, lacht Erzieherin Jutta Preis. Gemeinsam mit Susanne Trinter war sie vor elf Jahren beim Bürgermeister mit der Idee der Waldkita vorstellig geworden. »Noch nicht mit fertigem Konzept, aber mit einer Herzensangelegenheit«, erinnert sich Bürgermeister Thomas Brunner lächelnd. Die Umsetzung folgte fix zuerst mit einem alten Bauwagen, wenig später mit einem Container, der aktuell um einen Sonnen-/Regenschutz ergänzt wird. Und mit Sandra Damm wurde wenige Monate nach der Eröffnung das Betreuerinnen-Team komplettiert. Sollte es im Wald witterungsbedingt einmal zu unwirtlich sein, dann kann ins Jugendhaus Launsbach der ev. Kirchengemeinde Launsbach ausgewichen werden.

Das Fest zum zehnjährigen Bestehen des »Zauberwalds« fand pandemiebedingt gestern in kleinerem Rahmen statt, gehofft wird auf ein größeres Fest dann im kommenden Jahr, bei dem auch Ehemalige und alle, die sich der Einrichtung verbunden fühlen, begrüßt werden können.

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