Die erste Scheune in der unteren Hauptstraße von Krofdorf-Gleiberg ist gefallen, um Platz zu machen für den neuen Edeka-Markt. FOTO: SO
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Die erste Scheune in der unteren Hauptstraße von Krofdorf-Gleiberg ist gefallen, um Platz zu machen für den neuen Edeka-Markt. FOTO: SO

Edeka-Neubau

Für den Edeka-Neubau in Krofdorf rollen die Bagger

  • Rüdiger Soßdorf
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Mitten in Krofdorf ist zu Wochenbeginn der Bagger gerollt. Für den Neubau des Edeka in der Hauptstraße wurde die erste Scheune abgerissen. Weitere Gebäude werden folgen.

Anfang dieser Woche ist der Bagger gerollt, hat die Scheune hinter dem Haus Nummer 8 an der Krofdorfer Hauptstraße abgerissen. Weitere Gebäude folgen in den kommenden Tagen und Wochen. Das ist der sichtbare Startschuss für den Neubau des Edeka-Einkaufsmarktes mitten im Dorf. Gut ein Jahrzehnt ist darum gerungen worden, den Menschen die Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu sichern und so die Kaufkraft in Krofdorf zu binden - und zwar zentral und nicht irgendwo in Randlage oder gar auf der grünen Wiese.

Baurecht kommt noch in diesem Jahr

"Die Bauaufsicht hat die Abrissanträge genehmigt; damit konnte es losgehen", sagt Bürgermeister Thomas Brunner. Schon Ende März oder Anfang April könnte der Bebauungsplan, der nen neuen Markt absichert, in die Gremien gehen; dann soll auch die weitere Bürgerbeteiligung erfolgen. Der Bürgermeister setzt auf Baurecht noch in diesem Jahr. In der Zwischenzeit sind Einzelheiten zu klären und verbindlich festzulegen: Etwa das seitens der Kommunalpolitik gewünschte und vom Investor Kai Laumann mitgetragene Gründach auf dem großen Markt mit rund 1250 Quadratmetern Einkaufsfläche. Dazu fehlt noch das Okay von Edeka. In Arbeit sind derweil das Lärmschutzgutachten sowie die Planung für die Verkehrserschließung und die Entwässerung.

Demnächst wird nach der Scheune auch das Wohnhaus Nummer 8 fallen, so dass dort eine breitere Zufahrt zum neuen Marktgelände entsteht. Aber es gilt die Zusage: Der städtebauliche Charakter der Hauptstraße soll erhalten bleiben. Deshalb geht der neue Edeka in die zweite Reihe. Dort soll zudem ein Platz mit Sitzgelegenheiten, gegebenenfalls auch Bewirtschaftung entstehen.

Zentrale Überlegung: Über diese Zufahrt des Grundstücks Hauptstraße 8 wird sich auch der ganze Baustellenbetrieb abspielen. Denn der vorhandene Einkaufsmarkt soll unbeeinträchtigt so lange in Betrieb bleiben, bis der Neubau steht und eröffnen kann. Erst dann soll der alte, in die Jahre gekommene Markt weichen und Raum für Parkplätze und den Neubau eines kleinen Wohn- und Geschäftshauses freimachen.

Fragen der Gestaltung des Marktes werden ebenfalls im Bebauungsplan geregelt, für das gesamte Quartier zwischen Hauptstraße, Seestraße, Wetzlarer Straße und Wiesenstraße soll eine Gestaltungssatzung greifen, die für Krofdorf-Gleiberg und die beiden anderen Wettenberg-Dörfer noch zu erarbeiten ist. Ob es eine Satzung wird oder mutmaßlich mehrere werden, das ist noch zu entwickeln.

Der Infrastrukturausschuss, der am Donnerstag unter Vorsitz von Prof Ulrich Ellinghaus (SPD) tagte, hat sich schon darauf verständigt, alle nötigen Regelungen und Festsetzungen jetzt über einen Bebauungsplan zu treffen, so lange es keine Gestaltungssatzung gibt. Dies geschieht, um in dem Quartier schon jetzt Baugrenzen einzuziehen und nicht "unbegrenzte Möglichkeiten zu eröffnen", wie es der Bürgermeister formulierte. In den Blick ist das gerückt, weil ganz in der Nähe des neuen Marktes ein größeres ehedem landwirtschaftlich und später gastronomisch genutztes Anwesen ebenfalls zum Verkauf angeboten wird.

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