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Ob aus Launsbach, Wißmar oder Krofdorf-Gleiberg - bei Einsätzen ist es eine Feuerwehr Wettenberg. Das wird immer wieder geübt, wie hier in Launsbach bei der Bergung eines Verletzten. (Archiv-Foto: m)

Drei Standorte - eine Wehr

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Wettenberg (so). Es wird in Wettenberg bei drei Feuerwehrstandorten bleiben: Jedes der drei Dörfer Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar wird "seine" Feuerwehr behalten. Das jedenfalls empfiehlt eine Studie, die die Gemeinde Wettenberg in Auftrag gegeben hat. Und dafür haben sich auch die Feuerwehrverantwortlichen ausgesprochen,

Die zugrunde liegende Frage war, ob zukünftig weiterhin drei Standorte betrieben werden oder auf zwei oder gar einen zentralen Standort reduziert werden kann. Das Unternehmen RUN aus Marburg kommt zu dem Ergebnis, "dass bei einer Beibehaltung aller drei Standorte die höchste Anzahl Einsatzkräfte zeitgerecht an den Feuerwehrgerätehäusern zur Verfügung steht". Bei einer Reduktion auf zwei Standorte könnte "mit leichten Einschränkungen noch ein gutes Ergebnis" dargestellt werden.

Eine Absage aber erhält der Bau eines zentralen Standorts für die Einsatzkräfte. Der falle "hinsichtlich der Erreichbarkeit durch die Einsatzkräfte gegenüber den beiden anderen Varianten zurück". Das heißt konkret: Die Kameradinnen und Kameraden würden deutlich zu lange brauchen, um auf den Einsatzfahrzeugen zu sitzen und ausrücken zu können. Denn in Hessen gilt unverändert eine Hilfsfrist von zehn Minuten, die einzuhalten ist.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse haben sich alle drei Wehrführungen und die Feuerwehrleitung dafür ausgesprochen, die drei Standorte so lange wie möglich beizubehalten und vorerst keine Zusammenlegung anzustreben. Die aktuelle Einsatzstärke lasse erwarten, so auch die Einschätzung von Bürgermeister Thomas Brunner, dass die drei Standorte uneingeschränkt aufrechterhalten werden können.

Gemeinde muss investieren

Das bedeutet aber auch, dass die drei Gerätehäuser in den kommenden Jahren sukzessive modernisiert werden müssen. Der Technische Prüfdienst hat im Juni alle drei Gerätehäuser inspiziert und Mängel dokumentiert sowie Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Ein Thema ist da beispielsweise das Fehlen von separaten Umkleiden für Männer und Frauen. Das ist noch einzurichten. In Wißmar fehlt zudem eine Garage für den Mannschaftstransporter. Da wird im Rathaus bereits über den Bau einer separaten Garage nachgedacht. Beim Gerätehaus in Krofdorf-Gleiberg stehen zudem Instandhaltungsarbeiten an der Holzverkleidung im Obergeschoss sowie am Schlauchturm an.

Der Gemeindevertretung wurden diese Erkenntnisse vor ein paar Wochen übermittelt. Seitens der parlamentarischen Gremien wird sich zunächst der Haupt- und Finanzausschuss mit der Thematik befassen, denn die anstehenden Arbeiten werden Geld kosten.

Dieser Tage hat der Wehrführerausschuss gemeinsam mit den Zug- und Gruppenführern sowie mit Bürgermeister Thomas Brunner im Rahmen einer Klausur in Maar diese Fragestellungen besprochen. Zudem aber auch Aspekte wie die Entlastung des Ehrenamtes sowie Standardisierung in der Ausbildung. Weiterhin standen einige kleinere interne Organisationsfragen zum Einsatz- und Dienstbetrieb auf der Agenda. Die Botschaft des Wochenendes für die Wehr: Trotz dezentraler Standorte sind wir eine Feuerwehr!

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