Immer wieder finden sich am Launsbacher See Spuren nächtlicher Feiern. FOTO: PM
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Immer wieder finden sich am Launsbacher See Spuren nächtlicher Feiern. FOTO: PM

Müllberge

Dreck am Launsbacher See sorgt für Unmut

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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In der warmen Jahreszeit häufen sich Klagen über nächtliche Gelage und Partys am Launsbacher See. Die Feiernden hinterlassen zudem reichlich Müll am Ufer des Sees.

Das Thema ist nicht neu und hat auch nicht wirklich mit Corona zu tun - doch die Einschränkungen mit Schließung der Gastronomie mögen dies noch verstärken: Nächtliche Partys und Gelage am Launsbacher See sorgen von Ostern bis Oktober für Unmut. Vor allem dann, wenn die Feiernden ihren Müll nicht in die aufgestellten Eimer werfen, sondern einfach am Ufer des Sees hinterlassen.

So fand es dieser Tage einmal mehr ein Spaziergänger vor, der am Vormittag schauen wollte, was die brütenden Schwäne machen. Auf einer kleinen Wiese entdeckte er ein Sammelsurium von Bier-, Schnaps- und Weinflaschen, Büchsen, Trinkbechern und einem Pizza-Karton.

Da der See und seine Ufer in weiten Teilen nicht einsehbar sind, wird dort traditionell insbesondere abends gerne gefeiert. Bekannt ist das Problem nicht nur beim Angelverein, der den See seit 1968 gepachtet hat, sondern auch im Ordnungsamt der Gemeinde Wettenberg. Doch da das Gelände jederzeit frei zugänglich ist, ist eine umfassende Aufsicht nicht möglich.

Was bleibt: Die Mitarbeiter des Bauhofes steuern die Ufer des Sees regelmäßig zum Aufräumen an, ebenso wie andere Treffpunkte etwa an den Ortsrändern, an denen sich die Menschen des Abends zum Rauchen, Reden und Trinken treffen. Übrigens kein Wettenberger Spezifikum. Insbesondere in der benachbarten Stadt Gießen weiß man ein Lied davon zu singen: Dort quellen mit schöner Regelmäßigkeit die Mülleimer am Lahnufer über, sind Einweggrills und Flaschen auf den Wiesen einzusammeln.

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