Das Wettenberger "Bussi". FOTO: SO
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Das Wettenberger "Bussi". FOTO: SO

Damit das "Bussi" eine Zukunft hat

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Wettenberg(so). Das Wettenberger "Bussi" zählt derzeit eine Handvoll Fahrgäste am Tag - und fährt der Gemeinde damit ein Defizit von rund 25 000 Euro im Jahr ein. Seit Monaten schon wird hin- und herüberlegt, was man tun kann, um das innerörtliche Kleinbusangebot attraktiver zu machen. Andere Fahrzeiten? Andere Taktung? Ersatz zudem durch einen Bus mit Elektro-Antrieb?

Ideen gibt es viele. Sie sollen jetzt vertiefend im Ausschuss für Infrastrukturfragen in der Gemeindevertretung erörtert werden. Das hat die Gemeindevertretung empfohlen, die sich mit dem "Bussi" in der Sitzung vor Weihnachten befasst hat. Darin sind sich die Gemeindevertreter einig: Es muss sich etwas ändern.

Doch das wird womöglich noch nicht in den kommenden Wochen passieren. Der nächste Wechsel des Fahrplans, in den das "Bussi" eingetaktet ist, vollzieht sich im April. Da sind die Gemeindevertreter skeptisch, ob sie bis dahin eine Lösung haben. Womöglich wird es Herbst, bis ein neues Konzept auf dem Tisch liegt. Die SPD in der Gemeindevertretung plädiert für geänderte Fahrzeiten und gegebenenfalls ein Angebot auf Abruf, die Prüfung des besagten Elektro-Busses und eine Nutzerbefragung, um zu hören, wie die Attraktivität des "Bussis" erhöht werden könnte. Weitere Idee: Das "Bussi" könnte die Verbindung zwischen Krofdorf und den Biebertal-Dörfern verbessern. Das ist ein lang gehegter Wunsch, denn viele Kinder und Jugendliche aus Biebertal gehen nach Wettenberg zur Gesamtschule Gleiberger Land, haben dort ihre Freunde. Allein: Es hapert an der Verbindung des Nachmittags und am Abend.

Noch eine Idee, von der CDU vorgetragen: Das "Bussi" quasi als Sprinter für eine direkte Anbindung von Wettenberg an den Gießener Hauptbahnhof anzubieten, um Berufspendlern den Weg Richtung Frankfurt leichter zu machen. Neu ist das nicht. Das haben die Grünen schon vor mehr als 20 Jahren (erfolglos) gefordert.

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