"Gleiberg Rocks"

Auf Burg Gleiberg wird wieder gerockt

  • vonAndre Gather
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Fünf Jahre war Pause, am Mittwoch gab es die Neuauflage von "Gleiberg Rocks". Und die hatte es in sich. Wer besonders überzeugte, und wann es romantisch wurde, lesen Sie hier.

"Gleiberg Rocks" ist wieder da. Nach fünfjähriger Pause gab es auf der Burg eine Neuauflage des kleinen, aber feinen Open-Air-Festivals.

Das Singer-Songwriter-Duo Portrait of Life machte den Anfang. Bei knapp 30 Grad waren leise Träumereien und Liebeserklärungen genau das Richtige zum Einstieg. Christine Beitat (Gitarre, Gesang und Blockflöte) und Tim Gilbert (Gitarre und Gesang) brachten das Publikum schnell in Stimmung. Gern lauschte man den melancholisch-fröhlichen Melodien, die beim Einsatz der glockenklaren Blockflöte im Burghof an längst vergangene Zeiten erinnerten.

Wer dachte, er könnte die kurze Umbaupause zum Auffüllen des Getränkevorrates nutzen, hatte sich schwer getäuscht. Das Konzert war ausverkauft, und alle hatten dieselbe Idee, so dass sich lange Schlangen vor den Gastronomiezelten bildeten.

Wenn die Sommerluft vibriert

Die härtere Gangart schlugen dann Mothers Milk, eine Red-Hot-Chili-Peppers-Coverband, an. Frontmann Torsten "Hardy" Hartmann spielte wie sein Vorbild Anthony Kiedis von Anfang an mit dem Publikum. Carsten Siebert sorgte am Schlagzeug für das nötige Funk-Rock-Tempo und Christoph Barth ließ mit schnellen Gitarrenriffs die Sommerluft vibrieren.

Besonderen Applaus erhielt Bassist Nelu Lenz. Er war 14 Tage zuvor für den mit verletztem Arm außer Gefecht gesetzten Benjamin Schäfer eingesprungen und sorgte für virtuosen Druck von unten. Als dann zum Sonnenuntergang hinter dem Dünsberg die "Red Hot Chili Peppers" – Hymne "Californication" erklang, waren alle Hände oben. Typisches Funktempo der Vorbilder gelang den Akteuren mit "Storm in a tea cup", um dann wieder das Publikum bei "Snoooow" zum Mitsingen zu bewegen.

Still Counting macht mächtig Tempo

Nebel, Licht und ein Hauch von rockigem "Spiel mir das Lied vom Tod" kündigten den Topakt an: Still Counting. Die ersten Takte waren ein Tribut an das Original, die dänische Metal-Band Volbeat. Frontmann Manuel Herwig (Gesang, Gitarre und Harp) machte, kaum auf der Bühne, unterstützt von Christoph Kühn (Gitarre), Tobias Herwig (Gitarre), Niky Döhler (Schlagzeug) und Jonathan Jochem (Bass) mächtig Tempo.

"Black Rose" mit gewaltigem Sound der Saiten und scharfkantigem Gesang. "I only wanna be with you" erinnerte in der Volbeat-Version keineswegs an Dusty Springfield oder die Bay City Rollers, war aber dennoch einer der romantischeren Titel des Abends. Die Band setzte dem Klassiker ein rockiges Sahnehäubchen auf.

Ein gelungener Abend auf der Burg ging erst zu Ende als der Vollmond den Besuchern den Weg ins Tal erleuchtete.

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