Breiter Konsens zum Wettenberger Haushalt

  • Rüdiger Soßdorf
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Wettenberg(so). Ohne ganz große Aufreger-Themen und entsprechende Debatten ist der Etat der Gemeinde Wettenberg fürs kommende Jahr beschlossen worden. Auch die Opposition stimmte weitgehend zu. Eine Gegenstimme und eine Enthaltung verzeichnet das Protokoll.

Zufrieden zeigt sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Ulrich Ellinghaus: Heute könne man die Früchte jahrzehntelanger kompetenter und solider Haushaltspolitik einfahren. Wenn man jetzt den Gürtel etwas enger schnallen müsse, dann geschehe dies nicht zulasten der Bürger. Selbst bei der Sozialstation habe man den Turnaround geschafft, freut sich der Sozialdemokrat. Der Haushalt ist ausgeglichen und "zutiefst nachhaltig", sagt Ellinghaus.

"Das erste Jahr mit Corona hat finanziell überraschend geringe Schäden verursacht", konstatiert auch Oppositions-chef Gerhard Noeske. Auch im kommenden Jahr seien nur erste Anzeichen knapperer Mittel zu erkennen. Die genesene Sozialstation, deren Dienstleistungen sich steigender Nachfrage erfreuen, schreibt sich auch die Union auf die Fahnen. Die externe Beratung, die zurück zur Wirtschaftlichkeit führte, sei von der CDU angeregt worden, erinnert Noeske. Einziger Änderungswunsch der CDU zum Etatentwurf: Der Rathaus-Neubau/Anbau am Sorguesplatz in Krofdorf soll mit einem Sperrvermerk versehen werden. Da zeigt sich die CDU mit dem Verfahren nicht einverstanden. Das Projekt war noch nicht in der Beratung der Gremien, gleichwohl werde aber geplant und Geld dafür angespart. 4,17 Millionen Euro stehen als Verpflichtungsermächtigung im Haushalt. Für den Sperrvermerk gab es eine bereite Mehrheit.

Kita, "nau Schul" und Rathaus

In die gleiche Kerbe schlagen die Freien Wähler, die neben dem Rathaus auf die "nau Schul" in Launsbach sowie die Überlegungen zur Kita Pfiffikus am Lollarer Weg in Wißmar verweisen: Mit diesen Projekten werden man sich in der kommenden Wahlperiode weiter zu befassen haben. Da wolle man jeweils die Nutzungskonzepte ("nau Schul") respektive Varianten (Kita-Sanierung oder Neubau) abwägen, bevor voreilig Entscheidungen getroffen werden. Zudem setzen sich die FW für einen höheren Zuschuss zum Familienbad im benachbarten Biebertal ein. 20 000 Euro beantragen sie. 10 000 mehr als vorgesehen. Die Grünen gehen das mit. Die Sozialdemokraten fordern Verwendungsnachweise von Biebertal - und wollen einen Sperrvermerk auf die 10 000 Euro.

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