+
Mit schwerem Gerät wird die acht Meter lange Stahlbetonplatte eingesetzt. FOTO: SCHEPP

Brückenbau

Beton statt Holz in Wettenberg

  • schließen

Eine Brücke wird derzeit am Radweg zwischen Krofdorf und Wißmar erneuert. Die marode Holzkonstruktion wird durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt. Dabei ging es nun richtig zur Sache.

Nach 45 Minuten war am Dienstagvormittag der im wahrsten Sinne des Wortes schwerste Teil vollbracht: Das rund 20 Tonnen schwere Brückenelement saß an seinem Platz. Mit einem Autokran wurde die Stahlbetonplatte eingehoben.

Seit vergangener Woche läuft die Erneuerung der Radwegebrücke über den Gleibach zwischen Krofdorf und Wißmar nahe dem Abzweig zur Gesamtschule Gleiberger Land. Für die Arbeit mit schwerem Gerät musste die Kreisstraße gestern zeitweilig voll gesperrt werden. Am Mittag rollte der Verkehr aber wieder. In den kommenden Tagen ist noch das Geländer zu installieren, dann wird der Radweg wieder freigegeben.

Die 24 Jahr alte Brücke aus Lärchen- und Zedernholz, die den Gleibach überspannte, war morsch: Seit einigen Jahren waren Teile des Geländers herausgebrochen und wurden provisorisch gesichert. Feuchtigkeit hatte dem Holz zugesetzt, zudem Vandalismus.

Eigentlich sollte der Ersatzbau wieder eine Holzkonstruktion werden; das wäre den Steuerzahler mit Kosten von rund 50 000 Euro deutlich günstiger gekommen.

Doch die Entscheidung fiel letztlich zugunsten einer Stahlbetonkonstruktion mit höherer Tragfähigkeit und längerer Lebensdauer. Denn da das Gelände rund um die Brücke feucht ist, sei das Instandhalten einer hölzernen Brücke mit höherem Aufwand verbunden, so die Argumentation. Zuerst war eine Aluminiumkonstruktion vorgesehen. Vor bald zwei Jahren wurde jedoch erneut umgeplant, damit die Brücke auch höheren Lasten standhält. Eben wenn Reiter mit ihren Pferden den Bachlauf queren wollen.

Die Kosten liegen bei rund 115 000 euro und werden vom Landkreis Gießen finanziert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare